gemeinen Verarmung. Sie baten ihn, zu beachten, daß'nach altem Gesetz und ununterbrochenem Herkommen,ja selbst nach besonderem Dekrete Karls V. die Un-kosten der Pest jedesmal Sache des Fiskus scyen; daßin jener des Jahres 1676 der Gouverneur MarchesediAyamonte nicht allein alleKammerstcuern erlassen,sondern die Stadt auch mit vierzigtausend Scudi ausder Kammer unterstützt Hai e; und verlangten endlichviererlei: daß man die Steuern wie damals erlasse; daßdie Kammer Gelder vorschieße; daß der Gouverneurvom Elende der Stadt und Ptvvinzan den König Be-richt erstatte; und das scho-n von den Durchmärschen-erschöpfte Herzogthum mit neuen Einquartirungen ver-schone. Spinola ertheilte zur Antwort: Beileidsbe-zeigungen und neue Ermahnungen, bedauerte, nichtselbst nach der Stadt kommen zu können, um nachKräften für sie zu sorgen und ihre Lasten zu erleich-tern, hoffe aber, der Eifer der Herren des Senateswerde ihn in Allem ersetzen, indem dies eine Zeitsey, wo man an Sparsamkeit nicht denken undkeine Kräfte ungenutzt lassen dürfe; was die aus-drücklichen Verlangen angehe, so habe er bereits alleSorge getragen, die Zeit und Umstände vergönnte.Sonst nichts: man kam und ging, verlangte undantwortete; kam aber zu keinen näheren Resultaten.Späterhin, als die Pest am stärksten wüthete, fandder Gouverneur für gut, mit besonderen Vollmach-ten seine Autoritär gänzlich dem Kanzler Ferrer zu
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