Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
165
Einzelbild herunterladen
 

fachen der Art unterrichtet seyn konnte. AuS übrigen,begründeteren Angaben geht hervor, baßes, bevorjene Bekanntmachungen erlassen wurden, verlohntees der Mühe, könnte man auch wohl beweisen, oderwahrscheinlich machen, daß cs in den ersten Tagendes Novembers geschah. Wie dem auch sey, der un-glückliche Unglücksbringer kam mit einem großen Bün-del deutschen Soldaten gestohlner oder abgehandel-ter Kleidungsstücke zur Stadt, quartirte sich im Hau-se eines seiner Verwandten in der Vorstadt, der Portaorientale nahe, bei den Kapuzinern ein, erkrankte un-mittelbar nach seiner Ankunft, ward in das Hospi-pal geschafft, wo eine unter der Achselgrube sichzeigende Pestbeule den ihn behandelnden Arzt dieWahrheit ahnen ließ, und starb am vierten Tage.

Das Sanitätstribunal laßt seine Familie auf dassorgfältigste im Hause verschlossen und bewacht hal-ten; seine Kleiderund das Bett, worin er im Hos-pitale schlief, verbrennen. Zwei Krankenwärter, diebei ihm ab- undzugegangen waren, und ein mildthäti-ger Klosterbruder, der ihm beigestanden hatte, er-krankten nach wenigen Tagen ebenfalls an der Pest.Der Verdacht, den man gleich anfänglich auf die Na-tur des Uebels warf, die deshalb angewendete Vor-sicht, bewirkten, daß die Ansteckung im Hospitale er-stickte. Die von dem Soldaten außen ausgestreuteSaat säumte aber nicht zy,Hvchern. Der erste, beidem sie aufging, war der Besitzer des Hauses it^dem