dete, — dann wollte er den Burschen demüthigcn oder — seineSeele antwortete auf das wilde innere Geflüster.
Man sagt, der Vorth eil des Herrn sei ein hinreichenderSchntz für den Sclaven. In der Wutk des wahnsinnige» Willenswird er wissentlich und mit offene» Augen seine eigne Seele dem Teu-fel verkaufen, um seinen Zweck zu erreichen; wirb er mit seines Skla-ven Körper sorgfältiger umgehen?
„Nun," sagte Casty am nächsten Tage, indem sie durch dasLoch umhersah, „die Jagd fängt heute wieder an!"
Drei oder vier Reiter galloppirten vor dem Hause umher, undeine oder zwei Koppeln fremder Hunde rangen mit den Negern, diesie hielten, und bellten einander an.
Zwei von den Männern waren Aufseher in benachbarten Pflan-zungen ; andere waren Legrec's Genossen in der Taverne einer benach-barten Stadt und wegen der Lust an der Jagd gekommen. Einehartherzigere Versammlung konnte nicht gedacht werden. Legrcc ließin reichlicher Menge Branntwein herumgebcn und selbst an die Neger,welche von den verschiedenen Pflanzungen zu seinem Dienst gestelltWorten waren; denn ein Dienst der Art wurde unter den Negern im-mer so viel als möglich zum Feiertage gemacht.
Cassy legte ihr Ohr an das Loch, und da der Morgenwind ge-rade gegen das Haus blies, konnte sie einen großen Theil der Unter-haltung hören. Ein finsteres Lächeln überflog den dunkeln, strengenErnst ihres Gesichts, indem sie horchte und körte, wie flc sich in denGrund theilten, über die Verdienste ihrer Hunde stritten und Befehlegaben, zu schießen, und wie Jede von ihnen, im Fall man sic griffe,behandelt werben sollte.
Cassy zog sich zurück, faltete die Hände, blickte aufwärts und sagte:„O, großer allmächtiger Gott, wir sind A l l e Sünder; aber waöhaben w i r gcthan, mehr als alle die Nebligen in der Welt, daß wirso behandelt werden?"
Es lag ein furchtbarer Ernst in ihre» Zügen und ihrer Stimme,als sic so sprach.
„Wäre es nicht für Euch, Kind," sagte sic, auf Emmelinesehend, „so ginge ich zu ihnen hinaus, und ich würde Jedem vonihnen danken, der mich nicderschvssc: denn was wird die Freiheit mir