Druckschrift 
4 (1852)
Entstehung
Seite
62
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nächsten Stadt mehrere Wetten gemacht. Caffy berührte deshalbmit weiblichem Tact die einzige Saite, der bei ihm ein Ton zu ent-locken war.

'Nun gut," sagte Legree, ,,cr mag behalten, was er hat; aberer muß mich um Verzeihung bitten und Besserung versprechen."

Das wird er nicht thuu," sagte Caffy.

Wird er nicht? He?"

Nein, er wird es nicht!"

Ich möchte wohl wissen, wie, Mistreß?" sagte Legree in demheftigsten Zorne.

Weil er Recht getha» hat, und dies weiß, und nicht sage» wird,daß er Unrecht hatte."

Wer, zum Henker, kümmert sich darum, was er weiß? DerNigger soll sagen, was ich will, oder"

Oder Ihr verliert Eure Wette auf die Baumwvllencrnte, in-dem Ihr ihn gerade in dieser dringendsten Zeit von dem Felde zurück-haltet."

Doch er wird nachgeben; verflucht, erwirb; weiß ick nicht,was Nigger sind? Er wird diesen Morgen betteln, wie ein Hunt."

Er wird nicht, Simon, Ihr kennt diese Art nicht. Ihr mögtihn zollwcis tödten, aberJhr bringt nicht das erste Wort des Geständ-nisses ans ihm heraus."

Wollen sehen. Wo ist er?" fragte Legrer, indem er ging.

In dem leeren Gcmackc dcs Banmwollenhauscs," sagte Caffy.

Obgleich Legrer so barsch gegen Caffy sprach, verließ er dasHaus mit cinem Gefühle des Mißbehagens, das bei ihm nicht gewöhn-lich war. Seine Träume der vergangenen Nacht, vereint mit Caffy'sWorten, beunruhigten sein Gemüth. Er beschloß, daß NiemandZeuge seines Zusammentreffens mit Tom sein sollte, und wenn er ihndurch Poltern nicht unterwerfe» könnte, seine Rache in einer passen-deren Jahreszeit zu üben.

Das feierliche Licht des anbrcchcnden Morgens, der himmlischeGlanz des Morgensternes, waren durch das Fenster des Raumes ge-drungen, in welchem Tom lag, und wie auf den Strahlen diesesSternes niederglcitcnd, kamen zu ihm die feierlichen Worte:Ich

bin der Stamm und der Zweig David's und der glänzende Stern desMorgens." Die gehcimnißvollen Warnungen und Andeutungen