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Stimme singen. Es klang sonderbar und geisterartig in dem dü-ster» alten Hause, vielleicht weil seine Nerven bereits erschüttertwaren. Horch! Was war cs? Eine wilde pathetische Stimme sangeine Hymne, die unter de» Sclaven gebräuchlich war:
O cS wird Trauer sein, Trauer, Trauer,
O cS wird Trauer sein am Richtcrstuhle Christi!
,,Verwünscht sei das Mädchen!" sagte Legree. „Ich wist ihrdas Maul stopfen! — Emm, Emm !" ries er barsch, doch nur einspöttisches Echo von den Wänden antwortete ihm. Die süße Stimmesang weiter:
Eltern und Kinder werden sich trennen !
Eltern und Kinder werden sich trennen!
Trennen, um nie mehr sich zu vereinen !
Und klar und laut tönte durch die leeren Hallen der Schlußvers:
O es wird Trauer sein, Trauer, Trauer,
O eS wird Trauer sein am Richtcrstuhle Christi!
Legree blieb stehen. Er würde sich geschämt haben, es zu sa-gen, aber große Schweißtropfen standen ihm auf der Stirn und seinHerz klopfte heftig vor Furcht; er glaubte selbst etwas Weißes vorsich in dem Gemache schimmern zu sehen und schauderte, indem erdachte, was geschehen würde, wenn die Gestalt seiner todtcn Mutterplötzlich vor ihm erschiene.
„Ich weiß Eins," sagte er zu sich selbst, indem er zurück indas Wohnzimmer taumelte und sich dort niedersctzte. „Ich lasse denBurschen künftig gehen! Wozu brauchte ich Las verfluchte Papier?Ich glaube, ich bin bchcrt, ganz gewiß! Seitdem habe ich beständiggebebt und geschwitzt! Wo hat er das Haar her? Es kann nichtdas gewesen sei» ! Ich habe Las verbrannt, das weiß ich ! Eswäre ein Spaß, wenn ein Haar von den Tobten auferstehen könnte!"
Ja, Legree, die Locke war bezaubert; jedes Haar derselbenhatte sich in einen Zauber des Entsetzens und der Reue für Dich ver-wandest und wurde durch eine größere Gewalt dazu benutzt, Deinegrausamen Hände zu binden, um sic abzuhalten, den Hülstoscn dasgrößte Nebel aufzubürdcn.
„Ich sage," rief Legree, indem er mit dem Fuße stampfte und