Druckschrift 
4 (1852)
Entstehung
Seite
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War er gut gegen Dich?" fragte Emmeline.

Sehr, bis wurde krank. Er lagen krank ab und an mehr alssechs Mond und waren sehr unwirsch. Säumt gehabt zu haben garkein Ruhe Tag und Nacht, und wurde so zornig, Niemand konnteihm gefallen. Jeden Tag er kränker wurde; hielt mich auf Nächte,bis ich ganz wurde erschöpft und konnte wachen nicht länger; undweil ich schlief eine Nacht, Herr so zornig wurde über mich und sagte,er mich wollte verkaufen an härteste» Master, er könnte finden; undhatte mir versprochen meine Freiheit, wenn würde sterben!"

Hallest Du keine Freunde?" sagte Emmeline.

Ja, mein Mann er ist Schmidt. Master vermielhet ihnaus. Sie nahmen mich weg sehr rasch, ich nicht halte Zeit, zu sehenihn; und ich habe vier Kinder. O weh mir!" sagte die Frau undbedeckte das Gesicht mit den Händen.

Emmeline wollte ihr irgend etwas zum Trost sagen, aber siekonnte nichts finden. Was ließ sich auch sagen? Wie in gegenseitigerllebcrcinstimmung vermieden Beide mit Furcht und Angst jede Er-wähnung des gräßlichen Menschen, der jetzt ihr Herr war.

Gewiß, Religion gewährt selbst in der finstersten Stunde Trost.Die Mulattin war ein Mitglied der Methodistcnkirche und besaß eineaufrichtige, wenn auch nicht aufgeklärte Frömmigkeit. Emmelinewar viel besser erzogen worden, konnte lesen und schreiben und warin der Bibel bewandert; aber würde es nicht selbst den festestenGlauben erschüttern, wenn man sich scheinbar von Gott verlassen inder Hand ruchloser Gewaltthätigkeit erblickt? llm wie viel mehrmußte es den Glauben dieser Christinnen erschüttern, schwach imWissen und jung an Jahren !

Das Boot bewegte sich vorwärts, belastet mit einer Menge vonKummer, den rothen, schmutzigen, ungestümen Lauf aufwärts durchdie Windungen des rothen Flusses, und trübe Augen blickten mattauf die steilen rothen Ufer, wie sic in trauriger Einförmigkeit dahin-glilten. Endlich legte das Boot bei einer kleinen Stadt an, undLegrce landete mit seinem Trupp.