Druckschrift 
3 (1852)
Entstehung
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Sarg. Weshalb? Er war im Nu i» dem Krankenzimmer und beugtefich über Eva, welche noch immer schlief.

Was sah er, das sein Herz erstarre» machte? Weshalb wurdekein Wort zwischen de» Beiden gesprochen? Du kannst es sagen. Du,dcrDu denselben Ausdruck auf dem Gesichte sähest, dasDir das thcu-erste war, jenen unbeschreiblichen, hoffnungslosen, unverkennbarenAusdruck, der Dir sagt, daß Dein geliebtes Wesen Dir nicht längerangehört.

Auf dem Gesiebte des Kindes lag indeß nur ein erhabener Aus-druck gleich dem der Morgcnröthe des unsterbliche» Lebens dieser kind-lichen Seele.

So standen sie da, auf sieblickend, daß selbst das Ticken der Nhrzu laut zu sein schien. Nach wenigen Augenblicken kehrte Tom mitdem Dvctor zurück. Er trat ein, that einen Blick und stand dannschweigend wie die klebrigen.

Wann fand diese Veränderung statt?" sagte er leise flüsterndzu Miß Ophelia.

Um Mitternacht," lautete die Antwort.

Marie, durch die Ankunft des Doctors geweckt, trat hastig ausdem anstoßenden Zimmer ein.

Augustin! Cousine! Ach! Was?" begann sie hastig.

Still!" sagte St. Cläre heiser.Sic stirbt!"

Mammy hörte diese Worte und flog hinweg, die Diener zu wck-kcn. Bald war das ganze Haus auf den Beinen. Lichter wurdengesehen, Fußtritte gehört, ängstliche Gesichter drängten sich in dieVeranda und blickten thräncnden Auges durch die Glasthür; aberSt. Cläre hörte und sagte nichts er sah nur den Blick in demGesichte der kleinen Schläferin.

Ach wenn sic nur erwachte, noch einmal spräche!" sagte er;und sich über sie beugend, flüsterte er ihr in das Ohr:Eva, meinHerzchen!"

Die großen blauen Augen öffnete» sich ein Lächeln glitt überihr Gesicht; sie versuchte es, den Kopf zu erhebe» und zu sprechen.

Kennst Du mich, Eva?"

Lieber Papa!" sagte das Kind mit der letzten Anstrengungund schlang die Arme um seinen Nacken. Den Augenblick daraufsanken sie herab, und als St. Cläre den Kopf erhob, sah er das Zuk-