Druckschrift 
3 (1852)
Entstehung
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Es ist unmöglich, den Austritt zu beschreiben, als flch Alle unterThräncii'und Seufzern um die Kleine sammelten und aus ihrenHänden empfingen, was das letzte Zeichen ihrer Liebe zu sein schien.Sic fielen nieder auf die Knie, seufzten, beteten, küßten den Saumihres Gewandes, und die Aclteren brachen in Warte des Dankes aus,gemischt mit Gebeten und Scgcnssprfichen nach der Art ihres reizba-ren Stammes.

Wie jeder Einzelne seine Gabe empfing, gab Miß Ophelia,welche die Wirkung all dieser Aufregung für die kleine Kranke fürch-tete, Jedem schweigend ein Zeichen, das Zimmer zu verlassen.

Endlich waren Alle gegangen, außer Tom und Mammy.

„Hier, Onkel Tom," sagte Eva, „ist eine sehr schöne sürDich.Ach, ich bin sv glücklich, Onkel Tom, zu denken, daß ich Dich imHimmel Wiedersehen werde, denn ich bin gewiß, daß das geschieht.Und Mammy, liebe, gute, theure Mammy!" sagte sie, zärtlich ihreArme um ihre alte Pflegerin schlingend. „Ich weiß, Du wirst auchdort sein."

„Ach, Miß Eva, ich sehe nicht, wie ich leben kann ohne Sie,keine Wege/' sagte das treue Geschöpf. „Es scheint, als würdeAlles wcggenommcn von hier," und Mammy brach in einen heftigenKummer aus.

Miß Ophelia stieß sie und Tom leise aus dem Gemache undglaubte, jetzt wären Alle fort, doch als sic sich umdrehte, stand Topsynoch da.

„Wo kommst Du her?" sagte sie heftig.

„Ich war hier," sagte Topsy, die Thronen trocknend. „O MißEva, ich bin ein schlecht Mädchen gewesen; aber wollen Sic mirnicht auch eine geben?"

„Ja, arme Topsy, gewiß, das will ich. Da — so oft Du sieansiehst, denke, daß ich Dich liebe, und daß ich wünschte, Du möchtestein gutes Mädchen sein."

„O Miß Eva, ich versuche," sagte Topsy ernst. „Aber, Herr,es ist so schwer, gut zu sein. Wahrscheinlich, weil ich nicht darangewöhnt bin!"

„Je.sus weiß es, Topsy; er ist besorgt um Dich und wird Dirhelfen."

Topsy, welche die Augen mit ihrer Schürze bedeckte, wurde