Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
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Angelegenheit wohlwollend cingefundcn hätten. Hierauf wurde von demImbiß unter Verschiedenen Gesprächen etwas verzehrt. und dann ent-fernten sich die Gäste, einer früher, der andere später, bis der letzte vondem Obrist Abschied genommen hatte, und er wieder mit seinen Leutenallein war, die daran gingen, das Blumcnzimmer in den Stand zusetzen, in dem cs vor der Feierlichkeit gewesen war. Ich bin gleich nachdem Gebete des Pfarrers fortgesahren, weil ich noch zu viel zu thunhatte, und der Schluß des Ganzen ist mir nachher von Margarita unddem Obrisi erzählt worden. Die Armen sind dieses Mal auf eine andereWeise und gewiß auf eine für sie weit bessere bedacht worden. DerObrist hatte unter sie, in Anbetracht, daß der Winter zu Ende ging, unddie VorrLthe des vergangenen Jahres leicht nicht denen des künftigen dieHand reichen könnten, heimlich verschiedene Nothwcndigkciten gebracht,und sie denen gegeben, die ihrer am bedürftigsten zu sein schienen.

Der Obrist, däucht mir, hat solche Feste, wie die zwei, die er jetztgegeben hatte, nur darum veranstaltet, daß die Nachbarschaft zusammenkam, daß er sich mit ihnen in ein Verhältnis setze, und zeige, wie erfreundliche Gesinnungen Pflegen wolle, und freundliche Gesinnung gegensicherwecken. Nach diesem Feste war cs bei ihm wieder so stille, wievorher, und blieb fortan stille.

Nur die Arbeiter hatte er im Hause, die zu den Dingen nothwcndigwaren, die noch hergerichtet werden mußten, daß das Haus gleichsamals fertiges betrachtet werden konnte. Dann hatte er noch am Gesindeim Hause, was er zur Bearbeitung und Herrichtung der Grundstücke undzur Versehnng der Hausarbeit brauchte. Ich hatte ihm auch Heuer anLeuten wieder überlassen, was ihm nöthig sein mochte, ohne daß er umdie Abtretung etwas wußte. Ich förderte in meinem Hause so viel wiegar nichts, ich bin noch jung und kann alles nachholcn, er aber ist alt,hat an dem, was er hier angcfangcn hatte, Freude, und soll sie noch soviel genießen, als cs in dem Uebcrrcste des Lebens möglich ist, den ernoch hat.

Es war von Besuchen und Leuten, die kommen sollten, bei ihmnun gar nichts vorhanden: nur ich allein, wie der Frühling mit allerPracht und Herrlichkeit herein brach, und mir, wie gewöhnlich, einegroße Verminderung meiner Berufsgcschäfte brachte, ging beinahe täglichzu ihm hinauf — und ich glaube, daß ich sehr gerne gesehen worden