Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
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hinter seinem Hanse einen so schönen Hag bildeten, hinauf, und da eraus den letzten Bäumen in's Freie heraus getreten war, sah er auf seinerWiese vier schöne dunkelrorhbraune Rinder weide», und einen in Graugekleideten Buben nicht weit davon stehen. Die Nässe that den Füßendes Obrists von jeher nicht gut, aber dennoch ging er mit den Lcdcrstie-seln sachte in den sehr starken Frühthau, der auf den Gräsern der Wieselag, hinein, um den Buben zu Haschen, der mit dem Rücken gegen ihnstand. Er setzte die Füße in dem hohen Grase, in welchem Wasser undShinnenfäden hingen, vorwärts, bis er nur mehr einen Büchsenschußweit von dem Bube» entfernt war. Da fiel ihm ein, derselbe möchte zusehr erschrecken und etwa krank werden, wenn er ihn plötzlich ergriffe.Darum machte er ein kleines Geräusch, daß er es höre und davon laufenkönne. Der Hirtenknabe hatte scharf gehört, er wendete sein Angesichtbei dem Geräusche, und da er den ehrwürdigen Obrisl bis auf die Kniecim Grase wandeln sah, warf er sich herum und ergriff die Flucht, Errannte, wie ein leichtfüßiges Reh, durch die Wiese, schwang sich über denGraben, lief immer fort, gegen die Siller hinüber, verschwand unter denGesträuchen, die sich da gegen die Tiefe und die Felder hinab ziehen, undder Obrist stand mit dem schöne» Gewände im Grase, Er trieb nun dievier Rinder aus der Wiese hinaus, er trieb sie gegen das Gereute hinan,wo Weidegrund ist, und leitete sic zwischen den zerstreuten Haselbüschen,die dort stehen, auf die Weide, bis er überzeugt war, daß sie nun nichtmehr auf die Wiese zurückkchren, und auch Niemanden anderm auf einGrundstück gehen könnten. Dort verließ er sic, und ging nach Hause,Weil er de» Rückweg auf einem staubigen Wege machte, und außer denStiefeln auch manche Kleiderzipfel naß waren, kam er sehr beschmutztnach Hause, Dem Knechte sagte er nichts über den Erfolg seines Feld-zuges,

Die Sache breitete sich aber aus, und wenn jetzt ein Bube sich ver-leiten ließ, hinter dem Walde in die schöne Wiese mit einem Rinde hineinzu kommen, so stand er immer so, daß er das Angesicht gegen den Ei-chenhang wendete, wo der Obrist heraus zu kommen drohte.

Wirklich kam der Obrist einmal eines sehr frühen Morgens aus denEichen herans, da eben ein Knabe zwei Kühe auf der Wiese hütete. DerKnabe sah den Obrist kommen, konnte die Kühe nicht schnell genug weg-schaffen, und ergriff, sie im Stiche lassend, die Flucht, Diesmal triebSlifilr, 4, Aufl. tt. 4