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3 (1855)
Entstehung
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dagegen war. Sie führten angenehme Tänze auf, Menuette und andere.Das feinste Backwcrk und süße Weine wurden an die Frauen vertheilt.Das Höchste waren Spiele und Masken. Es waren Schäfer und Schä-ferinnen, Bauern und Bäuerinnen, Jäger, Bergleute, Zauberinnen,dann Götter und Göttinnen, insbesondere Venus und Adonis zugegen.Hanna nahm schon an dem Feste in dem kostbaren Gewände der vorneh-men Frauen Antheil. Erst gegen Morgen entfernten sich die Gäste, er-loschen die Lichter, und begaben sich die mit Verwunderung überladenenZuschauer auf den Heimweg.

Der Tag war der Ruhe gewidmet. Der nächste war zur Abfahrtbestimmt.

Als dieser Tag angebrochen war, geschah der Abzug aller Herrenund Frauen zu Wagen und zu Pferd mit Dienerschaft und Troß, wie csder Jagdmarschall vorher bestimmt hatte. Hanna und ihre Mutter, diebereits Dienerinnen hatten, waren in dem Zuge.

In Oberplan und in der Umgegend war es nun leer und stille.Das Gebäude auf den Wiesen wurde abgetragen, das Gerüste im Stcg-walde wurde abgebrochen, und bald war das Ganze in der Erinnerungder Menschen, wie ein Traum.

Nach einiger Zeit kam die amtliche Kunde von der VermählungHanna's und Guido's. Die Leute sagten, daß sie in einem sehr schönenSchlosse wohne, und daß auch die Mutter in demselben sitze, aber traurigsei. -

Hanns hatte lange nach diesen Ereignissen erst erzählt, was ihm ambeschriebenen Tännlinge begegnet wäre.

Jahre nach Jahren waren vergangen. Hanns blieb immer im Holz-schlage. Als seine Schwester, die gcheirathet hatte, kurz nach ihremManne gestorben war, nahm er die drei hinterlassenen Kinder zu sich,und ernährte sie.

Als nach vielen Jahren Hanna wieder einmal in die Gegend kam,begegnete sie Hanns. Sie fuhr eben auf dem Wege zwischen Pichlernund Pernek. Sic hatte eine dunkle sammtne Ueberhüllc um ihren Kör-per und war in dem Wagen zurück gelehnt. Ihr Angesicht war fein undbleich, die Augen standen ruhig unter der Stirne, die Lippen warenebenfalls schier bleich, und der Leib war runder und voller geworden.Hanns, dessen Angesicht Furchen hatte, stand auf dem Wege. Er hatte