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hatte meinen Willen darauf gesetzt, genau denselben Weg zu gehen,den ich vor zwei Jahren gegangen war.
Als der Morgen herauf gekommen war, als die Sonne sich über dieBerge erhoben hatte, und ihr Licht über die wunderschöne Oede dieserLandschaft ausgegossen hatte, kamen wir an dem Gcröllstrome und andem Höllwäfserlciu au. Dieses Mal waren weder die Fischer noch derZiegenknabe anwesend, sondern die Gegend war völlig menschenleer.
Ich gab Gerardo seinen Lohn, hieß ihn zurückfahrcn, und stieggegen die Schlucht empor. Ich sprach auch ein wenig bei dem alte» Hic-ronimus ein, und plauderte ein Weilchen mit ihm. Dann ging ich denFelsenweg bis zu dem schwarzen Steine, an dem dieses Mal auch Nie-mand saß. Als ich in das Seitcnthal einbiegcnd die grünen Bäume sah,und aus ihnen das weiße Haus Rikar's hervor schimmerte, klopfte mirdas Herz, und ich verdoppelte die Schritte. Da ich näher kam, hatte icheine lleberraschung: alle großen Steine waren aus den Gemüsebeetenfort, und jenseits des Hauses bis zu dem Rauche hin, wo die Erden ge-brannt werden, wogte eine lustige junge und sehr grüne Saat.
Ich ging durch den Garten, und als ich mich dem Hause näherte,sprang Maria in ihren kurzen Kleidern und mit dem Strohhute auf demHaupte die Stufen von der Halle herab, und grüßte mich. Hatte sie michnun kommen gesehen, oder war sie eben zufällig im Begriffe, heraus zugehen.
„Seien Sic gegrüßt," rief sie, „seien Sie gegrüßt, das ist sehrschön, daß Sic kommen."
Sie faßte mich an der Hand, und führte mich in das Haus.
„Kommen Sie, kommen Sie," sagte sie.
Sie führte mich die Treppe empor, sie führte mich an ihren und andes Vaters Zimmern vorbei, und gerade ans die der Mutter und Camil-la's zu. Als wir eingctretcn waren, als wir das Vorzimmer zurückgclegthatten, und sie die Thür in das erste Zimmer öffnete, rief sie: „Vater,Mutter, wen bringe ich da?! "
Die Mutter kam uns aus dem nächsten Zimmer entgegen, und derVater schritt aus einem weiteren heraus.
„Ach, das ist schön, das ist schön!" riefen sie fast gleichzeitig.
Die Mutter reichte mir die Hand, der Vater umarmte mich unddrückte mir wiederholt die Hände. Es war von beiden Seiten eine