imd zeigte im Innern zwei Hauptfächer, in denen wieder mehrere inPapiere gewickelte Gegenstände verpackt waren.
„Ehe ich weiter schreite," sagte er, indem er bei seiner Arbeit innchielt, die Hand auf den Sack legte und die Augen gegen die Anwesendenlichtete, „bitte ich Alle, daß Niemand gegen die Geschenke, welche ich ge-bracht habe, und welche mich freuen, eine Einwendung mache, sonderndaß Jeder die für ihn bestimmten freundlich und bereitwillig annehmc."
Als Alle auf diese Bedingung eingcgangen waren, sagte er: „Nunso fahren wir fort."
Nach diesen Worten löste er noch die inneren Schnallen und Bän-der, die der Sack hatte, und es kamen nun sehr viele und verschiedenePapierpäcke zum Vorscheine, auf deren jedem der Name dessen stand, demer gehörte. Aber auch Anderes war dabei.
„Jetzt ist es erlaubt," sagte Alfred, „daß Jedes das Papier, aufwelchem sein Name steht, auflöse, und die Sache, die es enthält, hcraus-nehme. Damit aber dieser Sack nicht weiter stört, wollen wir ihn be-seitigen."
Mit diesen Worten nahm er den leeren Sack von dem Tische undtrug ihn in eine abgelegene Ecke des Saales. Die Anwesenden aberbegannen die vielen Schnüre und Papiere zu lösen, mit denen die unbe-kannten Gegenstände umwickelt waren. Alfred und ich halfen gelegent-lich bald hier bald da. In Kurzem war der Tisch mit Schnüren, Papie-ren und Geschenken bedeckt.
Alfred war in Paris gewesen. Da kamen nun schwere Seidenstoffezum Vorscheine, cs kamen Teppiche, Umhängtücher, Halstücher, Klcider-zeuge von allen Arten, und endlich Kopfputze, Handschuhe und sogarStiefelchcn. Aber auch jene vielseitigen Spielereien und Tändeleien fehl-ten nicht, an denen Paris so reich ist, und in denen das französischeVolk alle andern Völker der Erde übertrifst. Außer diesen allgemeinenGeschenken waren aber auch noch besondere, welche nur einzig und alleinauf den Betheiligten paßten, daß man sah, wie emsig Alfred auf dieFamilie bedacht war, und wie sehr er sich in der Ferne mit jedem Ein-zelnen beschäftigt hatte.
Die Mutter bekam eine kleine goldene Uhr, sehr zierlich gearbeitetund so flach, daß sie fast mit einer Münze wetteifern konnte. Sie bekamnoch einen kostbaren Lichtschirm, mehrere französische Bücher, die sie
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