Druckschrift 
3 (1855)
Entstehung
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„Ich habe eben so viel mit ihm verabredet," antwortete ich, „daßcs nichts macht, wenn ich hcntc nicht mchr zn dcm Scc hinunter komme;ich hätte ihm nur gerne eine ganz genaue Nachricht übersendet/'

„Nun das kannst Du halten, wie Du cs für gut findest," sagte er.

Während dieses Gespräches hatte ich mir, um seine» Willen zu thuu,noch ein Bischen Wein eingeschenkt, ihn getrunken, nnd ein StückchenBrod dazu gebrochen. Nun aber drückte ich meinen Wunsch aus, aufzu-brechcn, um mein Ziel zu erreichen, und bat ihn mir den Weg, wie erversprochen habe, zu zeigen.

„Da mußt Du mit mir auf die Gasse heraus gehen," sagte er,„trinke noch einmal auf glückliche Wanderung, nnd schlage genau denWeg ein, welchen ich Dir erklären werde. Grüße mir Rikar, und sageihm, daß ich Dir den Weg zu ihm gezeigt habe."

Ich nahm meinen Hut von der Bank auf, er stieß mit mir aufglückliche Reise an, und wir gingen dann auf die Gasse hinaus.

„Du hast eigentlich," sagte er, „den längsten nnd unbequemsten Wegcingeschlageu, der von dem See zu Rikar hinauf führt; aber da Du ein-mal da bist, mußt Du schon auf ihm fortgehen. Schreite von hier gardurch die Schlucht empor. Sie wäre oben geschlossen, daß man gar nichthinaus könnte, aber ich habe der Aussicht wegen Stufen in die Stein-wulst schlagen lassen, die quer über sie liegt, und diese Stufen steigehinan. Wenn Du oben bist, schaue nach der Gegend, nach welcher dieSonne geht. I» diese Gegend gehe Du auch. Zur Sicherheit der Rich-tung wirst Du einen Berg sehen, der so aussieht, als ob er auf seinemGipfel rothc Steine hätte. Auf diesen Berg gehe zu. Wenn Du ihnerreicht hast, lasse ihn zu Deiner rechten Hand, und gehe fort. Du wirstdort auch einen getretenen Pfad finden. Wenn Du den Berg hinter Dirhast, gelangst Du auf eine Haide, auf welcher sehr viele graue Steineliege». Dort ist wieder kein Pfad. Gehe aber durch die Steine immerder untergeheuden Sonne nach. Zn einer Weile wirst Du einen Steinsehen, der viel größer ist, als alle andern; Du wirst ihn auch daranerkenne», daß er schwarz ist, und auf seinem Gipfel eine verdorrte Fichteträgt. Er ist der einzige Stein in der Gegend, auf dem eine Fichte ist.Bei diesem Steine brich Deinen Weg ab, und gehe gerade nach der Rich-tung Deines rechten Armes in das Thal hinein, das Du scheu wirst. Duwirst da auch bald einen guten Weg finden, auf dem gehe fort, er führt