immer fort. Dein Arzte erklärte er auf jede Frage, wie cs ihm gehe, esgehe eben dem Gange des Dinges gemäß, und wir würden wohl amEnde in den Stand gesetzt worden sein, über den Erfolg seines Badensetwas Bestimmtes angeben zu können, wenn sich nicht das zugetragcnhätte, wodurch sich alles veränderte, und jede Berechnung der mitwirkcn-den Ursachen unmöglich wurde.
Wir haben oben schon gesagt, daß Tiburius immer zu seinen Be-wegungen weiter hinaus fuhr, und an einem einsamen Steine auf undnieder ging. Er war sehr fleißig und hatte dieses schon viele, viele Malegcthan. Eines Tages, nachdem seit seiner Ankunft schon eine geraumeZeit verflossen war, da eben ei» beinahe stahlfester dunkelblauer Himmelüber dem Thalc stand, fuhr er, weil ihm der Tag so wohl that, weiterals gewöhnlich. Ganz fremde Berge sah er schon, und dunkle Tannenund lichtere Buchen schritten fast bis an seinen Wagen heran. Manweiß nicht, war die Empfänglichkeit für das Wohlthätige des Tagesschon eine Folge seines Badens, oder war cs die ungemein liebliche hei-tere und klare Milde der Luft, die alle Mensche» und also auch ihn er-faßte. Neben seinem Wage» war ein sonniger Platz, der festen Haide-bodcn hatte; er war von schützenden Steinwäuden umstanden, daß keinrauher Wind herein streichen konnte, und ging so gegen das ganz stilleLaub zurück. Dieses lockte den Herrn Tiburius aus dem Wagen, daß erein wenig herum gehe, und die sanften senkrecht niedergehenden Mittags-strahlen genieße.
„Ich werde meine Bewegung hier, nicht an dem Steine, machen,"sagte er zu seinem Diener und dem Kutscher, „es ist einerlei; ihr wartetda an dem Platze, bis ich wieder komme und cinsteige."
Hierauf zog er seinen Obcrrock aus, wie er cs allemal that, warfihn in den Wagen zurück, stieg über den von dem Diener herab gelasse-nen Fußtritt herab, und ging gegen den trockenen Waldplatz vorwärts.Tiburius hatte einen Wald nie von Innen gesehen. Zn seiner Heimathwar überhaupt nur kleines Gehölze, in das er übrigens auch nicht ge-kommen ist, und die großen Forste, die auf den Bergen des Badeorteshcrunr lagen, hatte er nur durch sein Fernrohr vom Fenster aus beobach-tet. Hier war er beinahe in einem Walde. Wenn auch der Platz, den ersich zu seinem Gange ausersehen hatte, von keinen Bäume» besetzt war,so standen dieselben doch so nahe und auf manchem benachbarten Hügel