Druckschrift 
3 (1855)
Entstehung
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dort blieben die Biänner einige Zeit, und als sie wieder daraus hervorgingen, halte Herr TiburiuS die Genugthuung, daß der sreinde Dociorüber die Stelle ü» Haller das nämliche dachte und sagte, wie er. DerDoctor sagte, nachdem das eigentliche Geschäft abgcthan war, zu HerrnTiburiuS, er habe zwar ein junges sehr schönes Weib, cS sei auch ge-wöhnlich Sitte, daß mau einen Gast und Nachbar, der den ersten Besuchmache, zu der Frau des Hauses führe; allein er wisse nicht, ob der HerrNachbar seinem Weibe nicht widerwärtig sein könnte; denn cS ist unterseinen Grundsätzen auch der obenan, daß seine Gattin, so wie er, in al-len nicht zur Ehe gehörigen Dingen die völligste Freiheit zu handeln ha-ben müsse; darum werde er sein Weib fragen, und wenn der Herr Nach-bar wieder einmal komme, werde er ihm sagen können, ob er ihn zu ihrführe» werde, oder nicht.

Hierauf crwiederte Herr Tiburius, er sei wegen des Hallers herübergekommen, daS sei abgethan und cs sei gut.

Deßohngeachtct zeigte ihm der Doctor noch flüchtig seine Anlagen,wo er die Camellienhäuser habe, wo er seine Rhododendern, seine Aza-lien, Berbene», Eriken und andere ziehe, und wo er die Erden mische und» brenne. Bon dem Obste und andern Dingen sei noch nicht viel zu sehen.

Sodann stieg Herr TiburiuS in seinen Wagen und fuhr davon. DerDoctor hatte eine hölzerne Vorrichtung, die mit Klöppel» sehr laut klap-perte , um seine Leute, die in verschiedenen Geschäften zerstreut waren,zum Esse» oder zur Arbeit oder zu einer Ankündigung zusammen rufenzu können. Als Herr TiburiuS den Abhang der Querleithen hinab fuhr,horte er schon wieder das Klapper» dieser Vorrichtung, was andeutete,daß der fremde Doctor mit seinen Leuten schon wieder in einem Verkehrebefindlich sei.

Zu diesem Manne kam Herr Tiburius nach einiger Zeit wieder, unddann öfter und jo immer fort; war es nun, daß er, wie es bei derleiLeuten ist, einmal im Geleise war, und daher in demselben fort ging,oder wollte er von dem Doctor etwas lernen. Da standen nun die zweiMänner, welche von den Menschen Narren geheißen wurden, manchmalin dem Garten beisammen; der eine in einem Strohhute und in einemgrobleinenen Anzüge, dass ihm der Wind bei den Oeffnungen hineinging und durch alle Glieder strich: der andere mit einer Filztappe aufdem Haupte, die er dis über die Ohren herab zog, mit einem langen