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auch thu»; aber da dachte ich: er muß selber daran gehen, daß er eslernt/'
„Nein, Mutter," antwortete er, „ich habe nichts übrig gelassen,ich bin schon ganz fertig/'
„So?" sagte die Mutter, „laß sehen/'
Bei diesen Worten griff sie gegen sein Stirne. Er neigte sich einwenig gegen sie, sie streifte ihm eine Locke, die sich bei der Arbeit niedergesenkt hatte, weg, und sagte: „Du hast Dich recht erhitzt."
„Es ist schon der Tag so warm," antwortete er.
„Nein, nein, cs ist auch vom Arbeiten. Und wenn Du alles ge-than hast, so mußt Du heute und morgen schon in Deinen Rcisekleidernbleiben, und was wirst Du den» da immer thun?"
»Ich gehe an dem Bache hinauf, an dem Buchcngewande und so
herum. Die Kleider behalte ich an.-Aber ich bin wegen etwas
anderem heraus gekommen, Mutter, und möchte gerne etwas sagen, abercs wird Euch erzürnen."
„So erschrecke mich nicht, Kind, und rede. Willst Du noch etwas?Geht noch irgend ein Ding ab? "
„Nein, cs geht keines ab, eher ist um eines zu viel. Ihr habt heuteeine Rede gcthan, Mutter, die mir gleich damals nicht zu Sinne wollte,und die ich nun doch nicht wieder aus demselben bringe."
„Welche Rede meinst Du denn, Victor?"
„Ihr habt gesagt, daß Euch zu meinem Unterhalte ein Geld ange-wiesen worden sei, das Ihr alle Jahre empfangen solltet. — Ihr habtgesagt, daß Ihr das Geld empfangen habt — und ferner habt Jbr ge-sagt, daß Ihr das Geld für mich auf Zinsen angelegt, und allemal auchdie Zinsen dazu gethan habt."
„Ja, das habe ich gesagt, und das habe ich gethan."
„Nun seht, Mutter, da sagt mir mein Gewissen, daß es nicht rechtsei, wenn ich das Geld von Euch annehmc, weil cs mir nicht gebührt —und da bin ich gekommen, um cs Euch vorher lieber im Guten zu sagen,als daß ich nachher das Geld ausschlüge und Euch erzürnte. — SeidIhr böse?"
„Nein, ich bin nicht böse," sagte sic, indem sie ihn mit freudestrah-lenden Augen ansah-„aber sei kein thörichtcs Kind, Victor! Du
siehst wohl ein, daß ich Dich nicht des Gewinnes wegen in mein Haus