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gescherzt hatten. Er erreichte ihn nach einer nicht ganz zweistündigenWanderung. Von da machte er den nämlichen Weg, wie gestern mit denFreunden. Er stieg die schiefe Berglehne mit den Gebüschen hinan, erkam an den Rand des Waldes, sah sich da nicht um, drang unter dieBäume ein, eilte fort, und stieg dann über die Wiese mit den Frucht-bänmen in das Thal hinab, von dem wir sagten, daß es so stille ist, unddaß in demselben die zwei spiegelnden Bäche rinnen.
Als er in dem Grunde des Thales angekommen war, ging er überden ersten Steg, nur daß er heute, gleichsam wie zu einer Begrüßung,ein wenig auf die glänzenden Kiesel hinab sah, über welche das Wasserdahin rollte. Dann ging er über den zweiten Steg, und ging an demWasser dahin. Aber er ging heute nicht bis zu dem Gasthausgarten, inwelchem sie gestern gegessen hatten, sondern viel früher bog er an einerStelle, wo ein großer Flicderbusch stand, der seine Neste und Wurzelnmit dem Wasser spielen ließ, von dem Wege ab, und ging in den Fliederund das Gebüsche hinein. Dort war eine aschgraue Gartenplanke, dieihre Farbe von den unzähligen Regen und Sonnenstrahlen erhalten hatte,und in der Planke war ein kleines Thürchen. Das Thürchcn öffneteVictor und ging hinein. Es war wie ein Gartenplatz hier, und etwasferner auf dem Platze blickte die lange weiße Wand eines niederen Hau-ses, sich sanft von Hollundergesträuchen und Obstbäumcn abhcbend,herüber. Das Haus hatte glänzende Fenster, und hinter denselben hingenruhige weiße Vorhänge nieder.
Victor ging an dem Gebüschrande gegen die Wohnung zu. Als erauf den freien Sandplatz vor dem Hause gekommen war, auf dem derBrunnen stand und ein bejahrter Apfelbaum war, an den sich wiederStangen und allerlei andere Dingen lehnten, wurde er von einem altenSpitz angewedelt und begrüßt. Die Hühner, ebenfalls freundliche Um-wohner des Hauses, scharrten unter dem Apfelbaume unbeirrt fort. Erging in das Haus hinein, und über den knisternden Flursand in dieStube, aus welcher ein reiner gebohnter Fußboden heraus sah.
In der Stube war blos eine alte Frau, die gerade ein Fenster ge-öffnet hatte, und damit beschäftigt war, von den wctßgcschcucrten Tischen,Stühlen und Schreinen den Staub abzuwischen, und die Dinge, die sichetwa gestern Abends verschoben hatten, wieder zu recht zu stellen. Durchdas Geräusch des Hereintretendcn von ihrer Arbeit abgelenkt, wendete sie