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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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mer mehr begüterte Wesen Null werden und nurdas andere Wesen künftig übrig bleiben?"

Das sind die letzten Worte, welche die Hand Jean Paulsgeschrieben.

Mit bangem Schmerz sahen die Seinigen das plötzlicheSinken aller Körperkräfte. Er selbst gab kein Zeichen, daßer sich dem Ende nahe fühle. Nun trat die ihm so ganz ci-genthümliche Liebe und Güte immer stärker und rührenderhervor; immer milder wurden seine Züge, immer sanfter seineStimme. Jeder, auch der kleinste und gewöhnlichste Dienst,den man ihm leistete, erschien ihm überschwänglich und mitAcngstlichkeit suchte er jede Mühe, die er verursachte, zu ver-güten. Er hütete das Bett nicht, konnte aber wegen der an-geschwollnen Füße sich nicht mehr frei bewegen. Die eingetre-tene gänzliche Umnachtung der Augen ließ ihn die Tageszeitenverwechseln, so daß er am 14. Nov. schon früh um 4 Uhrdas Frühstück nahm. Unter den Männern, die zu ihm kamen,unterhielt er sich vornehmlich mit Herder, dem Sohne sei-nes unsterblichen Freundes, über den Hesperus und andereseiner Schriften. Um drei Uhr Nachmittags ging er in derMeinung, es sei Abend, in sein Schlafzimmer und zu Bett.Ganz nach der gewohnten Ordnung ließ er sich an dasselbeseinen Tisch rücken mit dem Glas Wasser und den beidenRepetieruhren, die schon seit Jahren diese Stelle hatten. DiePräsidentin von Weiden, die hochsinnige, hochgebildete undedle Freundin Jean Pauls, welcher er fast ausschließlich inBaireuth solche Stunden verdankte, wie er sie sonst nur unterder Zauberkraft der Reisesonne erntete, trat mit einem vollenBlumenstrauß an sein Lager. Er nahm ihn dankend in seineHände und sank in süßen Schlummer. Emanuel war und