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IX.
Ende.
Im nächstfolgenden Jahre hatte Jean Paul sein „Laub-hüttcnfest" in Mannheim und Kreuznach feiern wollen. Erstaber legte ein beginnendes Augenübcl. das zum Staar sichausznbilden Miene machte, ernste Verwahrung dagegen ein;dann brachte der Herbst statt aller Rciscsreudcn einen unend-lichen Schmerz, der ihm Nahe und Ferne verdeckte und nichtsöffnete, als — das Grab.
Sein geliebter Sohn Max hatte wahrend eines einjähri-gen Aufenthaltes in München mit unglaublichem Eifer an sei-ner Ausbildung gearbeitet, so daß er. mit Kenntnissen trefflichausgerüstet, im Herbst 1820 die Universität Heidelberg bezie-hen konnte. Von Haus aus körperlich gesund und stark mu-thete er aber sich zu große geistige Anstrengungen und leiblicheEntbehrungen zu und brachte damit seine Nerven in einenZustand der Uebcrrcizung, der das noch zarte Alter (von 17Jahren) nicht gewachsen war. Dazu kam. daß er sich mit derganzen Kraft und Reinheit sittlicher Strenge und dem vollenWissensdurst des ersten Jünglingsalters aufTheologic und Phi-losophie warf, die ihn mit Wahrheit tränken sollten, derenQuellen aber nicht mit. sondern gegen einander wirkten. Ne-benbei noch durch Freunde von entgegengesetzter Denkweiseverwirrt, verfiel er bald der enggeistigen Glaubcnsformulie-rnng eines Kanne und der freudlosen Asccsc des Armcn-Sün-dcrbcwußtseins; bald den trügrischen Verlockungen der Hcgel-schen Philosophie, die alle Räthsel zu lösen, alle Schrankendes menschlichen Geistes nicdcrzureißen versprach, ohne dem