zu wi„en und sein Gerippe zu beleihen iu Schwarzenbach ander Saale.
Wir verlassen nun mit ihm das unbekannte Dörfchen;aber ob es sich gleich noch keinen Lorbcerkranz wie so manchesandere Dorf durch eine Schlacht aufgesetzt: so darf er, glaub'ich, cs doch hoch in seinem Herzen halten und noch heute zuihm, als wenn er heute schiede, sagen: „liebes Dörflcin! dubleibst mir thcncr und wcrth! Zwei kleine Schwestern ließ ichin deinem Boden. Mein zufriedener Vater hatt' auf ihmseine schönsten Sonntage gefunden; und unter dem Morgen-rothe meines Lebens sah ich deine Fluren stehen und glänzen.Zwar sind deine mir wohl bekannten Bewohner, denen ich dan-ken will, längst fortgegangen wie mein Vater; aber ihrenunbekannten Kindern und Enkeln wünscht mein Herz, es geheihnen wohl und jede Schlacht ziehe weit vor ihnen vorbei."
Dritte Vorlesung und drei Beilagen.
Schwarzenbach an der Saale — Knfi — Rektor — Abendmahl.
Haben Sie wol geglaubt, meine Zuhörer, daß Paulans dem ganzen Aufpackcn und Ausziehen und Fortzicheunichts im Gcdächtniß behalten, keinen Abschied weder der El-tern noch der Kinder, keinen Gegenstand auf einem Wege vonzwei Meilen, blos den schon erwähnten Schneiders-Sohn aus-genommen, welchem er die Rnßzcichnnngcn einiger Könige fürseine Geliebte iu die Tasche gesteckt? — Aber so ist Kind- undKnabenheit; sie behält Kleinstes, sie vergißt Größtes, manweiß bei beiden selten warum. Abschiede behält ohnehin die
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