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IV.
Ende des Schulmeisteramtes. Aufgang des Glücks.Weimar. Abschied von Hof.
1794 — 1797 .
Am Tage der Herbstäquinokticn 1792 hatte Jean Paulsein zweites größeres Werk, dcnHesperus, angefangen; da-bei aber das Amt eines Hauslehrers iu der angegebenenWeise fortgesetzt, bis im Frühjahr 1794 seine ältesten Zöglingeans das Gymnasium nach Bairenth kamen und er nach Hofund in das enge Stübchen zu seiner Mutter zurückkehrte.Das Leben dieser guten Frau, die in einer ärmlichen Woh-nung mit Garnspinnen einen kärglichen Unterhalt gewann, fro-her und beschwerdefreier zu machen, war seine erste Sorge.Allein diese Sorge war nur eine Welle iu dem Strom der Liebe,die durch seine Seele zog. Recht als fühlte er die Nähe dergrößeren und glänzenderen Lebensrcrhältnifse, in die er baldcintrcten sollte, und welche schwachglimmende Feuer der Liebeso oft auslöschen, sachte er gerade jetzt die Glnth seines Her-zens zu immer Hellern Flammen an. Alles was ihm groß inder Natur, gut im Menschen erschien, hielt er sich unablässigvor; ja cs war nichts so klein und unscheinbar, daß Liebe nndPhantasie nicht Leben und Werth darin auffanden. Die Lei-denschaft des Zorns, die noch häufigere gesellige Empfindlich-keit schlug er durch Uebcrlegung oder durch Scherz in sich zuBoden; gegen Unwahrheit waffnete er sich durch eine gradezuängstliche Wahrhaftigkeit; immer malte er sich die Kürze desLebens und die Menge der Schmerzen in demselben aus, um