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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Herzen dafür die mindeste Nahrung zn geben oder der Phan-tasie ein Feld auszuschlicßen. Vergebens stellte ihm der Vatergegen seine religiöse Schwärmerei und Selbstquälerei dasheitre Christcnthum eines Herder, Jacobi, Kant" ans; ver-gebens warnte er ihn vor Hegel, alsdem dialektischen Vam-pyr des innern Menschen;" vergebens ermuthigte ihn dietreue, klare Mutter mit Lob und Liebe; der Wurm hatte schonden Lebensnerv erreicht. Nach dem Schluß des Sommcrscmc-sters kam er nach Baircnth und schon nach wenigen Tagenwar sein Schicksal beschlossen. Er erlag einem heftigen Ncr-venfieber im September 1821 und ein großes schwarzes Kreuzbezeichnet in dem Tagebuch des Vaters den Tag, mit welchemer alle Freude am Leben von sich scheiden, und dieses selbstrasch seinem Ende entgcgcnrinnen sah.Ich habe keinen Ab-schnitt, schreibt er im Dez. an Voß, sondern einen Durch-schnitt meines Daseins erlebt und Freude wird mir nunschwer, ausgenommen die wissenschaftliche im Lernen und Schaf-fen. Aller Verlust voriger Menschen gleicht dem letzten nichtund meine Sehnsucht wächst peinlich. Nicht über ihn brauch'ich Trost, sondern über das Entbehren seiner Liebe. JndeßHab' ich doch die Kraft, stets, wenn ich will, den zersetzendenGedanken an ihn abzuwcisen, der mir bei jedem griechischenBuche, ja bei dem WortePhilolog" an die Brust springt;aber hören und sehen von ihm kann ich schwer."

Auf sein dichterisches Schaffen war das schmerzliche Er-lebniß von durchgreifendster Wirkung: zum ersten Male inseinem Leben ging er an ein Werk, in welchem gar kein Spaßvorkam. Es wurde sein letztes, wie er Ließ von einem sol-chen Bruch mit seinem innersten Wesen schon vor langen Jah-ren vorausgesagt. Das Bedürsniß nach Trost neben dem Grab-Zean Maul'S ausgew. Werke. XVI. 22