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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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suchte ich im fünf Treppen hohen Neste vergebens. Ich gingzu Schlichtegrolls, die ich wenigstens als die geistig vorigenwicdcrfand; und nach ihrer Vermuthung war Max bei ihremSohne. In zwei Minuten hing er schluchzend an mir. SeinKörper und Gesicht ist herrlich ausgearbcitct, er ist einen hal-be» Kopf länger als ich, blühend und voller im Gesicht. Erwar und blieb immerfort netter und eleganter ungezogen alsich, und trägt doch nur die mitgebrachte Kleidung. Seinepersönliche Erscheinung erreicht, ja übcrtrifft seine Briefe, undmein ganzes Vatcrherz liebt den reinen, freien, kräftigen, au-spruchloscn Jüngling. Als er mit mir von Schlichtegroll nachHause ging, fragte er: was macht denn die Mutter? aber dieStimme erstickte ihm unter Weinen der Liebe und diesehat er rein und recht und ohne irrige Verschwendung. Vonallem Mitgebrachtcn hat er nichts angenommen (auch nichtdie Uhr),weil er nichts brauche." Auch den Stollen brachteer mir heute, nachdem er davon unter seine zwei armen Mit-häuslingc ausgethcilt, zurück, weil er dachte, ich wollte davon."

Außer dem Sohn bot ihm übrigens München nur wenigbewegende Freude, am wenigsten Entzückungen wie die vorjäh-rigen; denn von den Städten Deutschlands war unbedenklichMünchen diejenige, wo er am meisten Fremdling war. Dazukam, daß er ungeachtet des von ihm mit gewohnter Sicher-heit vorausverkündctcn glänzenden Sonncnwcttcrs in Mün-chen nur Regentage fand, und endlich außerdem noch in Le-bensgefahr kam, als ihn der Kutscher auf dem Weg zur Königinnach Nymphcnbnrg auf glatter Straße nmwarf. Inzwischenward er sowohl vom König Maximilian als der KöniginTherese mit Auszeichnung empfangen, vom Minister Ler-chen seid zu seinemMänner-Abcnd" ciugeladen, wo er u. A.