der Zug in das kleine runde Eiland, wo man, von erleuchte-ten Bäumen wie von Glanzriescn umzingelt, oben nur einenschwarzen Ausschnitt des Nachthimmels mit blitzenden Ster-nen erblickte. Musik und Gesang gaben dem stillen Glanzeund der Zauberinsel gleichsam Bewegung und die Lichter wur-den zu Tönen. Am Ufer jeuseit der Insel bog aus demBlätterdnnkcl sich eine männliche Gruppe und, geschieden vonihr, eine weibliche heraus, und sahen erfreut dem Freuen zu,und beide nahmen später selbst von der geräumten Insel Be-sitz. Als nun aus dem Rückweg die ganze Gesellschaft Armin Arm durch die ätherischen Freudenfcuer ans beiden Seitenmit dem gemeinschaftlichen Absingen eines deutschen Liedes zog,da hatt' ich endlich jene Nacht des Himmels, nach der ich michdurch meine leere Jugend hindurch so oft gesehnt; eine Nacht,in der ich in der Jugendzeit mein unbewohntes Herz dahingegeben hätte; ja wären mir Jüngling so viele Herzen, alsHerzkammern bcscheert gewesen, ich hätte die übrigen dreiherum geboten unter dem Glänzen und Singen. — Im Saalesang noch die Fürstin von Hohenzollern mit ihren Gchülfenein himmlisches 8tallat water, und nach dem Punsche endigteendlich ein musikalisches Finale den ganzen neunten Tag desHerbstmonats."
Bis zum 17. Scpt. blieb Jean Paul in Löbichau, des-sen Freudenhimmcl auch nicht von dem leichtesten Wölkchengetrübt worden war. Er kehrte, nachdem er noch das Ernte-Dankfcst der Bauern mit gefeiert, und selbst eine Erntefest-predigt im Kreise der beglückten Gäste und beglückenden Wir-thinnen gehalten, über Altcuburg (wohin ihn KammcrrathLudwig begleitet, und wo er in dessen Hause in Gesellschaftvon Pros. Messerschmid, Major Schwanenheim und den