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Aus Jean Paul's Leben
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unterschreiben mußte, waren es vornehmlich der Herzog Wil-helm von W ürtem b er g und seine geistvolle Gemahlin, welcheihm den Aufenthalt in Stuttgart durch Gastfreundschaft undAufmerksamkeit aller Art verschönerten. Wie sehr die letzten:auf das cigenthümliche Wesen Jean Pauls eingingen, erhelltnicht nur aus der völligen, fast bürgerlichen Freiheit, die siefür das Beisammensein gestatteten; aus der Leichtigkeit, mitwelcher sie (vornehmlich die Fürstin) ihm von Scherz zu Ernst,von Satire zu Rührung selbstthätig folgten; sondern auch ausVerehrungs-Späßen, die sie mit dem Pudel des DichtersVornahmen. Waren ihm, dem treuen Poyto, vor dem Jahrin Heidelberg und Mannheim von zarten Händen für Ringeund Busennadeln Locken abgcschnittcn worden, so hielt dieHerzog!. Wilhelmsche Familie für ibn (da Jean Paul ihn überallmit sich nahm) einen wirklichen, wohlgezimmerten und schönverzierten Tempel bereit, den freilich der närrische Pudel zuallgemeinem Ergötzen anfangs als eine Straßenecke ansah undbehandelte.

Nach Baireuth zurückgekehrt fand Jean Paul einen Brief .der Gräfin Chassepot, Hofdame der Herzogin von Kur-land, vor, mit einer überaus freundlichen Einladung nach-b ichau bei Aiteuburg, dem Landsitz der Herzogin. Jean Paulglaubte in Rücksicht auf seine Bcrufsthätigkeit die Einladungablehneu zu müssen, ward aber dafür mit einem solchen Wet-ter liebender Vorwürfe überschüttet, und mit so unwiderstehli-chem Dringen gefordert, daß er sich zur Nachgiebigkeit ent-schloß. Er hat es nie bereut; denn diese Reise glänzt wieein Frendenstein, eine italienische Insel in seinem Leben. DieHerzogin Dorothea von Kurland mit ihrer Schwester,der Frau Elisa von der Recke und ihren Töchtern, der