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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
Seite
323
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Zwar wußte er, wie überall, auch hier eine heitere Seitezu gewinnen und fand es beim Fackelzug der Studenten,dem Beräuchern der Dioskuren," sehr lustig, daß erzwi-schen zwei Feuern stand, zwischen den Pechfackcln und seinemVivatkollegen;" er meinte, soein Vivatgebrüdcr" sei etwasungemein Rares und Dentschland habe solcheEhrcnzwillinge"nicht zum zweiten Male. Inzwischen wollte doch Alles nichtrecht verfangen und er blieb in der mittleren Temperatur.Den Studenten aber sagte er:In unfern Tagen hat einVivat höher» Werth; denn die Jünglinge, die cs bringen, ha-ben höher» Werth, als die der vorigen Zeit. Ich wünsche,daß Jeder von Ihnen auch von der Nachwelt sein Vivat wie-der bekommt. Wenn Sic alle so gut bleiben, als Sie jetzoin dieser Minute sind, so braucht das Vaterland keine bessernJünglinge."

Eines der wichtigsten Erlebnisse dieser Reise für JeanPaul war der Besuch in der magnetischen Heilanstalt vonSchclvcr. Seine eignen Studien über die Wunder des or-ganischen Magnetismus hatte Jean Paul seit dem Aufsatz imMuseum (S. W. II. Ausg. Bd. 27) nicht nur fortgesetzt,sondern mit eignen Erfahrungen mehrfach bereichert. Er hattean sich selbst die Stärke der magnetischen Kraft wahrgcnom-mcn, und nach einigen früher» mehr scherzhaften Versuchen,während dieser Reise in Aschaffcnbnrg dieselbe in einem ernstenFalle erprobt. Finanzdircctor v. Hornbcrg, zu welchem per-sönliche Angelegenheiten ihn geführt, hatte eine Tochter, die,an der Schwindsucht leidend, vom Arzt bereits für rettungs-los erklärt worden war. Jean Paul brachte sic durch magne-tisches Bestreichen in einen ruhigen festen Schlaf und legtedamit den Grund zu einem neuen Heilverfahren, das den schon

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