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hereinbrechenden Tod abwehrte. In Bairenth stellte er einganz nervenschwaches, von ewigen Kopfschmerzen gefoltertesMädchen von 20 Jahren in zwei Monaten durch dieselbe Be-handlung her, und gab dem bereits 77 Jahre alten Kirchcn-rath Kapp daselbst, der sechs Wochen ans dem Krankenbetteund zweimal nah am Grabesrande gelegen, durch tägliches ein-maliges Magnetisieren Gesundheit und Kräfte wieder, obschondieser sogar gegen das Verfahren mit aller Kraft des Nicht-glaubens und Nichtwollcns protestierte. Kein Wunder, daßihn die von Schelvcr ins Große getriebene Unternehmungaufs höchste interessierte, so daß er in dem magnetischen Cur-saal meinte, „vor dem Abgründe der Geistcrwelt,".ja „imTempel des Wcltgcistes" zu stehen. Aber in den ihm ammeisten befreundeten Kreisen in Heidelberg war er von lauterZweiflern und Spöttern umgeben.
Nach Baircuth zurückgekchrt vollendete Jean Paul zu-nächst die neue Ausgabe des Siebenkäs; begann eine neuedes Hesperus; schrieb das Merkchen über die Doppelwör-ter und verschiedene Aufsätze politischen Inhalts für dasMorgenblatt, in denen er der widrigen Rcaction, die nachherDeutschland in das Elend geführt, aus welchem die Anstren-gung seiner edelsten Kräfte nach dreißig Jahren es hcrauszu-heben nicht vermochten, mit dem ganzen Feuer seiner freienSeele und seiner Vaterlandsliebe — freilich vergeblich wieAlle — entgegentrat. Dazu begann er am 14. Julius dieeigne Lebensbeschreibung. Von vielen Seiten aufgesor-dert und dringend gebeten, war er, obwohl ungern, an dasWerk gegangen. „Gegenwärtig schreib' ich mein Leben, schrieber an Voß im Julius 1818; ob ich gleich jedes andere lieberund feuriger schriebe, so mußt' ich doch daran, da meine in-