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Aus Jean Paul's Leben
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sührung durch Vossens unerwarteten Tod unmöglich gemachtwurde.

Durch alle frohen Erlebnisse aber der Reise zieht sich einGedanke mit immer erneuter Stärke: Bescheidenheit, Dankund Stärkung in der Liebe gegen Alle und besonders gegendie Seinen.Es ist schön, geliebt zu werden, schreibt er auseine Frau, und man lernt Liebe verdienen, wenn man sic ge-schenkt bekommt." Und ein andermal:Es ist unbegreiflich,wie man über sich selber, den man doch mitnimmt, erst die rechteUebersicht gewinnt und die eignen Fehler einsieht, wenn manblos in andre Verhältnisse und Gegenden kommt. Inzwischengeht's mir so und ich werde daher in einer neuen sehr verbes-serten Auflage zu Dir, Du Gute, zurückkommen." Aberweiter noch läßt er den Blick von fremder Freundschaft in dieZukunft tragen, wenn er schreibt:Meine Kinder werdeneinmal nach meinem Tode durch meinen Namen, zumal beiihrem Wcrthe, eine hülfreichcrc Hand finden, als ihr Vater;auch wird dieser Name sic, wie ein zweites Gewissen, beglei-ten, bewachen und reiner bewahren."

Endlich müssen wir als ein Denkmal dieser HeidelbergerReise jene jugendfrische, warme Dichtung:Das Immer-grün unsrer Gefühle" betrachten, einen Aussatz, den erzum Thcil aus dem Köuigstuhl bei Heidelberg, zum Thcil un-mittelbar nach der Rückkehr nach Baircuth unter dem Eindruckder Erinnerung an die glücklichen Erlebnisse niedergeschriebeu.

Unter diesem Eindruck nährte er auch den Gedanken aueine Wiederholung der Reise; nur wollte er ihr durch eineSeitcnbcwcgung nach Frankfurt wenigstens den Schein derNeuheit retten, weil er wohl wußte (was er überdies« trotz derVorsicht uachgehends zu seinem Schaden erlebte), daß ein gc-Jean Naul's auSgew. Werke. XVI. 21