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Aus Jean Paul's Leben
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Herzen." Und an Otto nnd Emannel schrieb Jean Paul(21. Aug. 1816):Am ersten Tage (von 1112 und beimMittagessen) war unsre Bekanntschaft so entschieden, daß ichseit Herders Tode das erste Gastmahl dieser Art genossen. Niehatte ich in so kurzer Zeit einen Fürsten nur '/, so lieb ge-wonnen. Abends fitzen wir beide oft bis ins Dunkle beieiner nur halb austropfcnden Weinflasche nnd die Gesprächefind über Religion, Philosophie und alles Wissenschaftliche."Und an seine Gattin schrieb Jean Paul (31. Aug.)Immerheftiger liebt mich mein Primas; einen Tag Abwesenheit spü-ren unsere Herzen. Er umarmt mich so warm wie Herder.Deine und der Kinder Gesundheit trinken wir jeden Abend.. . . . Ein solches Herz voll lauter, lauter Liebe, ohne alleNcbcnblicke, hat nur mein Primas. Du sankest ihm weinendan die Brust. "

Außerdem hatte Regensbnrg nur wenig Anregendes fürJean Paul. Doch fand er, was die Stadt an Gesellschafthatte, vereinigt bei der Fürstin Thurn und Taxis, beimGrafen Görz nnd dem ehrwürdigen Grafen Westcrhold,dem Freunde Lavaters, dessen äußerst gemächliches Familien-leben einen ganz besonders angenehmen Eindruck auf JeanPaul machte. Endlick lebte damals auch L. v. Ocrtcl inNegcusburg, derselbe welcher vor Jahren in Weimar sich inhohem Grade gastlich nnd freundschaftlich gegen Richter er-wiesen.

Am 7. September kehrte Jean Paul mit dem Gefühlvollkommener Befriedigung zu den Seinen nach Baircuth zu-rück. In Regensburg hatte er vornehmlich an denPoliti-schen Fastenpredigten" geschrieben, die er im November been-digte. Außer vielen kleinen Arbeiten für das Morgcnblatt,