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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Kampfe zu, aber er schrieb nicht mehr. Das gab ihr dieBesinnung zurück und ein rcumnthig um Vergebung bittendesgutes Kind naht sie sich dem theuern Vater. Da antworteteJean Paul:

Ihre sechs letzten Briefe habe ich richtig erhalten. Ichschreibe nichts lieber, als Briefe, und doch nichts seltener, alsdiese. Erst nach langer Zeit werden Sie wieder einen vonmir erhalten. Ihre drei letzten thaten meiner Seele wohl,weil sic wieder das einzige zwischen uns mögliche Verhältnißvon Vater und Tochter recht himmlisch aussprachcn, ein Ver-hältniß, in welches mich Ihr erster Brief hinein zauberte undwelches in mir bisher nnvcrrnckt geblieben. Auf diese Weisedürft' ich Sie so innig lieben, Ihnen meine Locke schicken.Ihnen mein Vertrauen geben und Ihre mir unbegreiflicheBedenklichkeit des Sehens anfallen. Das Wort Vater istfür einen Vater, sowie das Wort Tochter, ein heiliges Wort.

Warum glauben Sie mich betrübt? Die Wissenschaftensind mein Himmel ich werde von meinen Kindern und mei-ner Karoline beglückt und von diesen so herzlich geliebt, alsdiese von mir. Warum sollt' ich betrübt sein? Allerdingsüber etwas: über die Zeit, an welcher jetzt fast alle VölkerEuropas bluten.

Ihre Offenherzigkeit gibt mir keine Schmerzen sobaldnur Sie keine dabei fühlen sondern Freude. Sic vergöt-tern mich, anstatt mich zu befolgen. Ich gebe Ihnen daherkeinen einzigen Rath mehr, da ich sowohl das weibliche Ge-schlecht kenne, als jene Feucrscclen, zu welchen Sic gehören.Nach Heidelberg kann mich erst ein Blutstrom des Kriegs ab-schiffen. Ich wünschte, Sie schickten mjr statt der Briefe, dieich doch nicht ordentlich beantworten kann, lieber ganze Tagc-

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