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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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alles (außer dem Gassenkehren) und gern, weil ich die Noth-wcndigkcit dieser Geschäfte einsehe, und weiß, daß, wenn mausic gut macht, etwas Ganzes und Wichtiges daraus wird:eine ordentliche Haushaltung. O, wie wollt' ich für Sie unddie Ihrigen arbeiten! Aber dicß sind wohl nur Träume!"

Träume waren es; aber die Eumeniden folgten ihnenwachend nach. Wie als hätte das wilde, aber ganz unschul-dige Mädchen vom Baume der Erkenntniß gegessen, gericthihre Seele in eine ängstliche Flucht. Ihre Augen waren aus-gethan, und sie schämte sich dessen, was sie sah. Das Verlan-gen, körperlich dem Manne nahe zu sein, mit dem sie in unge-wußtcr geistiger Vereinigung lebte, hatte ihre Unschuld getrübt;es war ihr, als habe sie das Göttliche mit unheiligen Händenberührt, und ans ewig sei cs ihr entzogen. In bittrer Reue,unter tausend Thränen schreibt sie am folgenden Tage mit ih-res Namens Unterschrift einen zweiten Brief, der das Unge-stüm des ersten widerlegen, und den Inhalt der Nachschriftzurücknehmcn soll; in der That aber beides wiederholt. Dießfühlend läßt sic einen dritten und einen vierten Brief in kur-zen Zwischenräumen folgen, in denen sie sich umsonst Mühegibt, mit Asche die Gluth zu decken, die nur mit immer stär-kern Flammen hcrvorbricht, und während sie um gänzlichesVergessen bittet, den Plan, als Magd in sein Haus zu kom-men, mit steigender Hoffnung fest hält. Nun harret sie ängst-lich der Antwort, berechnet nicht die Weite des Wegs, denschon durch die Kriegstürme untcrbrochnen Postenlauf, die Ar-beitcnlast ihres angcbeteten Freundes und keine der vielenMöglichkeiten, die zwischen Absenkung und Empfang einesBriefes liegen, am wenigsten die Schwierigkeit der Antwortselbst; sondern von ihrer Neue auf Jean Pauls Zorn schlie-