trübtcstc, was es für mich gibt, und nur gut, daß ich wahrund redlich bin.
Doch ich will nicht auch Ihnen zur Last sein; ich willIhnen nur sagen, daß Ihr Bild und Ihre Werke, daraus ichmir vieles abgeschricbcn, mein bestes Gut sind. Das Pult,worin ich alles ausbewahre, ist mir ein Altar und ich magschon gar nicht mehr ansgehcn, um nur immer (sobald cs dieHausgeschäfte erlauben) bei dem geliebtesten Vater zu sein.Ich habe Niemand, mit dem ich von ihm spräche; ich lebe viel-leicht zu einsam, und bin — schon von Natur einsiedlerisch —durch Gewohnheit von einer Welt abgezogen worden, die michzu wenig befriedigt und auf der ich fremd bin nnd bleibenwerde. Es wird nicht zu helfen sein! — Doch bin ich sor-genfrei und thätig und lebe der Hoffnung auf eine Zukunft,die Sie mir so groß und verherrlicht zeigen. Ach! da ichnicht Dein Kind sein kann, so hat der Wunsch zu sterbenrecht viel SüßeS für mich, und der Tod wird mir ein Strahldes Himmels sein, der mich berührt und meine Seele zurewigen Liebe und zu Dir, mein Vater, erhebt. Denn ichwerde gewiß den Weg unter die Erde zuerst gehen müssen,ehe ich zu Deinem himmlischen Herzen komme. Und Du wirstmeine Seele, an der jetzt noch nicht viel zu lieben ist, gewißeinst lieben in einer andern Welt, wenn Dn siehst, was siegewollt hat. Ach! wirst Du mich auch kennen unter den un-zähligen Seelen, die Dich umfassen und lieben werden? DerHimmel lasse mich nur Dich nicht überleben! O, dürft' ich ein-mal zugleich mit Dir diese Erde verlassen! Seligeres könnt'es für mich nichts geben, als von Dir geführt, in die ewigeWelt cinzugehen und dort, wo ich Dir ähnlich sein werde, esDir zu sagen, wie ich schon aus der Erde an Dich dachte