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Maria (so heiße das unglückliche, aber bewundernswertheMädchen, dessen Geschichte uns zu obiger Bemerkung veran-laßt, und die säst auf mährcheuhafte Weise in Jean PaulsLeben eingreift, nicht nur um ihm ungeahnte Leiden zu brin-gen, sondern wie eine schwerste Prüfung seiner Menschenliebeund Güte) war die Tochter eines hochherzigen deutschen Man-nes, dessen Kopf unter dem Henkerbeil der Schreckcusregierungin Paris gefallen, und die von ihm und aus den Lehren einergroßgcsinntcn Mutter frühzeitig den Flug nach den Höhen derMenschheit genommen, und sich hier eine Welt der Ideale aus-gebaut, in der nichts Kleines und Gemeines Zutritt hatte, undfür die sie mit Verachtung von Lebensgenuß und Todesfurchtschwärmerisch erglühte, während sic allen häuslichen und kind-lichen Pflichten, auch den untersten, mit treuster Gewissenhaf-tigkeit entsprach. Schon in ihrem zehnten Jahre war sie mitden Schriften Jean Pauls bekannt und hatte an ihn in kind-licher Begeisterung geschrieben (doch ohne daß der Brief ansein Ziel gekommen); als sic zur Jungfrau erwachsen, war erdie Sonne, deren Strahlen sie mit ihrem Zaubcrschcin be-glückten, aber auch mit ihrem Feuer verzehrten. Jean Paul,für sic der Inbegriff all des Herrlichen, was seine gedichtetenCharaktere vereinzelt besaßen, war der.einzige Lebende, derin ihre ideale Welt gehörte, er der Einzige, der bethätigte,daß sie nicht schwärmend etwas Unmögliches verlangt, derhöchste, reinste Mensch, ein Heiliger, ja ein neuer Christus,der allein sie über den Lebenswogcn, die sie rechts und linkshinab zu ziehen drohten, erhalten hatte und ferner erhaltenkonnte; und dessen Nähe (obwohl sic viele Tagereisen weit vonihm wohnte und von ihm nichts gesehn, als seine Schriftenund sein ziemlich elendes Bildniß) für sie unter jeder Form