der „Herbstblumine" zusammengestellten Aufsätze: „Traum-dichtungen in der ersten Nachmittcrnacht des neuen Jahres;Zeitbctrachtungen im Wonnemond Europas; die Schönheit desSterbens in der Blüthe des Lebens; ein deutscher Jünglingin der Nacht des 18. Oet. 1814; Erinnerungen aus denschönsten Stunden sür die letzten" u. a. m. Lauter frische,unvcrsiegliche Quellen sür die Kraft des Glaubens, sür dieFestigkeit der Hoffnung, für die heilige Liebe zum Vaterlandc.
Mitten in die wiedcrkehrendc Lebensfreudigkeit warf aberdas Schicksal ein furchtbar tragisches Ercigniß. Wie ver-schieden auch die Urthcile über Geschmack und Richtung, selbstüber das Talent Jean Pauls sein mochten, in Einem warenalle einig, in der Anerkennung einer fast beispiellosen Wahr-haftigkeit und dem Bewußtsein von der Realität der geschil-derten Ideale wenigstens an einer Stelle: nehmlich in derSeele des Dichters. Denkt man nun an die strömende Füllevon erweckenden, erhebenden, stärkenden Gedanken, an den be-geisterten Ausdruck der heiligsten und reinsten Empfindungen,und an die vom Ewigkeitglaubcn getragene Kraft der Lustüber den Abgründen des vernichtenden Schmerzes, so begreiftman, wie zumal in einer Zeit allgemeinen Wehs und großerZerfahrenheit eine Menge trostbcdürstiger Seelen vcrtrauenvollan ihn sich wandten, wie an einen Retter und Heiland. Beider großen Menschenliebe, die cs Jean Paul fast unmöglichmachte, auch nur den geringsten Brief unbeantwortet zu lassen,und bei seiner strengen Arbcitordnung und Zeitcintheilung,kam er durch solche Erfolge seiner schriftstellerischen Thätigkeitnicht selten in peinliche Verlegenheit. Aber selbst ein herzzer-reißender Schmerz sollte ihm von eben daher kommen, wo erin der That nur Freude zu ernten hoffen durste.