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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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philosophischer Feind Hegel liebt ihn jetzt. So oft wirmich beisammen waren, haben wir doch kaum auszureden an-gefangen; und die ewigen Gespräche über Philosophie, welcheaber seltner Streitigkeiten, als Mitthcilungen und weitereAuseinandcrwicklungcn waren, ließen zu vielen Fragen übersein Leben, seine früheren Bekanntschaften gar keinen Raum.Er sucht wirklich mit reinem, warmen Eifer unausgesetzt nurdie Wahrheit. Sein Buch über den Realismus hat er mirfür den neuen Druck zu Anmerkungen dagelasscu. Er willmich durchaus nach München haben zum Durchsetzen und Ord-nen seiner Papiere, deren er mir mehre gab, denen zum Druckwenig au Styl und Handschrift fehlt (so ruhig und gleich-förmig ist auch letztere, wie sein ganzes Benehmen, Reden undsein sanfter, edler Sprechton). Schon in der ersten Viertel-stunde mußt' er meinen Sprüngen zwischen Ernst und Scherzzuschaucn;und als ich cs halb entschuldigte, sagten die Schwe-stern, er thue selber oft desgleichen. Uebrigcns scheint er mirdoch nicht den rechten Sinn für Scherz zu haben, daher ersichKatzenberger" undFibel" nicht hinauslesen lassen (frei-lich von den armen Schwestern; und ich billigte cs selber undricth ihnen, solche Sachen, wenn es zu machen wäre, anstattmit ihren Lippen vorzutragcn, ihm lieber auf einer Kempcl-schcn Sprachmaschine vorzuspiclen). Zuweilen nimmt ihm dasAlter die Fortsetzung einer Idee; auch klagt er, daß er spre-chend jetzt nicht Herr genug über seine Darstellung sei wasich aber nicht fand. Er hat überall Ruhe, nicht Kälte;kann daher so leicht Feinde ansprechcn, anhören und befriedi-gen, als ich schwer. Es bleibt die Vormitternacht mir rüh-rend, wo wir allein, er mit dem Schatten des Lichtschirmsaus dem Gesichte, leise über das Wichtigste sprachen. Und

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