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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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längrer Unterbrechung unternahm, war im Junius 1811 nachErlangen, wo er unbeschreiblich glücklich war durch Ein-samkeit, Bücher und blauen Himmel; vor allem durch ein Ge-fühl von Gesundheit, wie er es seit Jahren nicht gehabt.

Ganz so vorthcilhaft für die Gesundheit bewährte sichdie nächstjährige Reise nach Nürnberg, im Junius 1812.Diese hatte aber nebenher noch eine höhere Bedeutung fürJean Paul, nicht allein, weil er sie in Gesellschaft des gcist-nnd kcnntnißvollcn Di-. Scebeck machte (mit welchem erohne Langweile und Schweigen nach Rußland gereist wäre"),sondern, weil ihr Ziel die Erfüllung eines heißen, heiligenLebenswunschcs war. Friedrich Heinrich Jacobi wolltevon München aus die Seinen am Rhein besuchen und hatteJean Paul zu einer Zusammenkunft in Nürnberg, das er ausseiner Reise berührte, cingcladcn.

Mit Freuden, obwohl nicht ganz ohne bescheidenes Ban-gen, hatte Jean Paul zngesagt. Die Männer, seit so langenJahren durch gegenseitige Liebe und Achtung, aber nur mitden Schreibhänden verbunden, sollten sich nun persönlich ge-genüber treten. Lassen wir Jean Paul selbst erzählen:

Während meines Einspruchs bei der Gräfin Monts be-suchte mich Jacobi um 10 Uhr, da er schon um 9 Uhr nacheiner stärker» Ueberreise angckommen war und briefmäßig docherst um 2 Uhr eintreffcn wollte. Um 11 Uhr hatt' ich ihnan meiner Brust. Ich hielt einen alten Bruder und Bekann-ten meiner Sehnsucht in meinen Armen. Kein Weltmannaußer im schönsten, edelsten Sinne der stille, edle Alte!Mir war, als sah' ich ihn blos wieder. Ueberall Zusam-menpassen, sogar seine Schwestern gefielen mir. Es istunmöglich, den alten Mann nicht zu lieben; und sogar sein