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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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ftcm-der Homöopathie und sammelte Erfahrungen und Belege;ebenso für den Magnetismus, dessen Heilkraft er in einzelnenFällen selbstthätig erprobt hatte. Er hatte sowohl für dasMaß als für die Reihenfolge des täglichen Getränkes eineOrdnung festgesetzt und hielt sic mit medizinischer Strengeein. Leider wirkten später sowohl Bier, als Wein nachtheiligauf seine Nerven, so daß er, in der MeinungGiftbicre"undGiftwcine" zu erhalten, mit den Sorten, und zuletztmit der Lebensordnung wechselte, in die er statt des WeinesGesundbrunnen aufnahm. Aus dieser medicinischcn Selbstbeob-achtung ging die merkwürdige Schrift hervor, die alsVor-bericht zum eignen Scctionsbcricht" veröffentlicht ist, und inwelcher Jean Paul mit anatomisch-pathologischer Genauigkeitvon seinem Körper Rechenschaft gibt.

Welchem Leser Jean Panischer Schriften ist bei ihm nichtdie nahe Nachbarschaft und Verbindung ganz entgegengesetz-ter Stimmungen ausgefallen? Sic findet einigermaßen Erklä-rung in der eigcnthümlichcn Doppelnatur des Dichters, dermitten im Erschaffen komischer Darstellungen über die Kinderneben sich, die den Tod seines Bruders nachspielten, weinenund doch fortschcrzen konnte aus dem Papier. Vielleichtwirkte eine andere Eigenthümlichkeit auch unvermerkt zu dem-selben Ende. Im Gegensatz gegenGöthe, der (auf Reisen)alles bestimmt auffaßte," meinte Jean Paul von sich,daßihm alles romantisch zerfließe."

Wenn mich eine Empfindung ergreift, daß ich sie dar-stcllen will, so dringt sie nicht nach Worten, sondern nach Tö-nen und ich will auf dem Klavier sic aussprechen." Gradein dieser scharfen Scheidung von Empfindung und Anschau-ung und ihres Ausdrucks liegt, wenn nicht die Nothwcndig-