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Wir versuchen das so ausgestellte Bild des Dichters nochdurch einige aus seinen Selbstbekenntnissen und Mitthcilnngender Seinen entlehnte Charaktcrzüge zu vervollständigen.
„Jede Eigenheit, sagt Jean Paul, wo man nicht dieRegeln des gemeinen Lebens befolgt, ist Einseitigkeit, die sichdurch Lob oder Sclbstbcwußtscin verhärtet." Dennoch hatteJean Paul viele solcher „biographischen Eigenheiten," die erin frühem Zeiten bei einem Genie so eifrig anfsuchte, wieseine Werke. Viele dieser Eigenheiten waren bei ihm ausder Ucbcrfülle von Liebe und Phantasie geformt. So, wenner von einem guten Gericht ans seinem Teller immer etwasfür den Bedienten übrig ließ; oder kein Rebhuhn oder einennoch so kleinen Leckerbissen genießen konnte, ohne daß dasganze Hans mit aß; oder daß ihn Kleinigkeiten, wie dasZöpfchen seines Töchtcrchens, zu Thränen rührten, denen erohnehin immer nahe stand; wenn er dem gebadeten Hund nichtselbst überließ, sich nach Bedürfnis; zu legen, sondern um ihnauf beiden Seiten zu erwärmen, von Zeit zu Zeit umlegte;oder auch, wenn er ihn an sein Frühstück riechen ließ, umihn, wenn cs keines für ihn war, vor vergeblicher Sehnsuchtzu schützen. Sein ganzer Umgang mit Thiercn, für derenZähmung er eine besonders glückliche Hand hatte, gehört da-hin; denn er verlangte von ihnen in der Einsamkeit desSchreibens nichts, als die Gelegenheit, etwas geben zu kön-nen, ohne alle Folge. Dicß Geben war das Grundbcdürfnißseiner Seele und fremde Freude galt ihm stets mehr, alseignes Recht. Ja mitten im Schreiben erquickte ihn der Ge-danke an die frohen Stunden, die er so manchem unbekanntenLeser jährlich gab.
Diese stete Berücksichtigung der Andern bestimmte ihn