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erscheint ein neues Genießen bei altem Bewußtsein. Uebri-gens, könnten alle Wesen außer uns fest bestehen, wir würdendoch durch das Fließen der Veränderungen, die vergehende Zeitals vergänglich in uns wahrnchmcn.
Murre nicht über Verlornes; es ist nothwendig.
Der Mensch hat eine große Neigung, sich an Feststundenvon Kleinigkeiten so beleidigen zn lassen, daß er sich lieber dieganze Feststunde anschwärzt.
Hab' ich mich zn einem Frcudcntage entschlossen: so mußich eben darum gegen störende Kleinigkeiten verhärteter sein,als wund. Die Unruhe und Unlust über eine Kleinigkeit sindaber selber keine Kleinigkeit; sic sind die Nheinschnaken an un-fern Nheingegcnden der Freude. Und doch ist das Leben mitKleinigkeiten erfüllt. Beinahe jede kommt nur einmal; unddoch will der Mensch mit dem ganzen Wcrthe und Kraftwesenaus diese Eintag-Mücke losstürzcn. Und was hilft BesiegenEiner Mücke neben tausend unbesiegten? — Also lasse dich leichtstechen und rede nicht davon. Indem du sonst an einer Klei-nigkeit halb vergehst, die nach einem Tage nicht mehr ist, liegtrund um dich Honig, auch etwas Größres sogar zu versüßen.
Darum da ein Jdyllcntag nicht durch große, sondern durchunmerkliche Freuden sich zusammensetzt: so erwarte denn auch,daß Kleinigkeiten und vollends eine konstituierende Vielheit der-selben von einigen Kleinigkeiten andrer Art unterbrochen oderuntermischt werde, ohne darüber die Stimmung zu verlieren.
Wäge auch gegen das kleine Ucbel, das dir den schönenTag unterbricht, die vielen Freuden, die es dir desto empfind-licher macht, jemchr deren sind.
Entkctte dich von der unsinnigen Erwartung und Bestre-bung, daß durch deine Mühe endlich eine Reihe blos idyllen-