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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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wärtige Art unglücklich zu sein aufhört: so stärkt wieder aufder andern Seite die Gewißheit, daß eben so gut unerwarteteFreuden nach dem Untergänge der alten eiutreten müssen.

Der Schmerz, der sortzudauern scheint, vergeht blos im-merfort.

Frage dich nur: wann dir etwas fehlet? Nie in derGegenwart. Und wo ist denn die Zukunft, wo cs fehlt? JedeGegenwart grenzt an jene; beide, Gegenwart und Zukunft, findsich so nahe, daß keine Minute sic trennt, nur der strebendeGeist, der verachtende, der nach- und vorherrschende.

Keine Freude ist durch die Erinnerung zu palingencsicrcn;aber ein Schmerz, z. B. ein verdrießlicher Tag, noch weniger.Selbst die Kunst kann den Genuß wohl wieder zubringcndurch ihre Farbcnspicgcl; aber die Empfindung eines verdrieß-lichen Tages kann sie uns nicht geben.

Wie unbedeutend und leicht und hell-durchschimmcrt sichtdenn nicht ein heutiger Duukeltag nach acht Tagen aus, dieihn ja ganz vernichten zu einem Punkt und durchschimmcrnckit lichten, bunten Punkten.

Eine rechte Plage übrigens, überhaupt eine Unterbrechungdes Frcudengcnießens nimmt am besten für einige Zeit dasGefühl der Flüchtigkeit und Leerheit des Lebens hinweg. Das-selbe thun Pläne und Handelsausführungcn.

Aber keine Vergangenheit oder Gegenwart kann zu etwashelfen, wenn nicht die fortwährende Gegenwart fest zurFreude gegründet wird/weil diese fortsteht und etwas ist.

Die Gegenwart selbst bricht ja nie ab und ist nichts Ver-gängliches und hört selbst durch das Leben nie auf. Hier istalso etwas Ewiges und Unvergängliches; nur daß in ihm al-les Acußere vergeht und vorübergcht, du aber nicht. Immer