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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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die geistige Erregbarkeit für das nächste schöne; und so wirdjeder Mangel durch Verdoppelung der Gcnußkrast vergütet.

Ueber das Wetter sich ärgern, heißt erstlich Wcttcrprozcssefür recht halten, als sei cs Willkühr des Augenblicks. Zwei-tens eine Wolke ist so nothwendig als der Pnlvcrdampf beieiner Explosion. Anderes Wetter verlangen, zu welchem derganze Erdlnftball znsainmcngcwirkt, heißt begehren, daß derStein, der auf meinen Kopf fallen will, unterwegs ein Me-teorstein werde und ein epikurisches Klinamcn annehme. Nursich hat man zu tadeln, der frei und sehnend nicht genug diegezwungene Wolke berechnet und mehr seinen Wünschen folgtals fremden Zeichen. Wcttcrgcbetc darum oder Wcttcrwünscheentstehen daher, weil der Himmel allein als das Negierendeund Willkührliche erscheint, so wie das tiefe Unten eben we-gen der Seltenheit. BloS in die alltägliche Mitte und Ebenekönnen wir keine Geister verlegen. Ungeduld mit Einer Wolkesetzt Ungeduld mit dem ganzen Weltsystem voraus.

Man muß am Ende die Menschen aus gleicher Nichtig-keit ertragen. Die Gründe gelten für beide. Es ist freilichschwerer, eine donnernde Frau anszuhaltcn, als einen donnern-den Himmel; aber jede Freiheit ist, sobald sie in die Erschei-nung getreten, so nothwendig als ein Natnrvorfall.

Wenn Jemand z. B. zu lange ausbleibt weggeschicktoder als Gast so mußt du dich noch nicht darüber ärgerndurch verdrießliche Hypothesen, welche du dir darüber machst,da du ja beim Kommen sie alle kannst widerlegt sehen undalso eine unnütze Qual dir erschaffen hast. Aber der Menschwill eben seinen Umnuth an der Nothwcndigkcit auslassen undmacht diese zu einer menschlichen Willkühr.

Die Verdrießlichkeit wirkt inniger und länger fort und