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Jst's nicht gar zu widersprechend, die absetzcndcn Wind-stöße draußen gleichgültig anzuhören und doch den klappern-den Fenstern zornvoll nntcrzulicgcn, blos weil du nicht überjene, jondern nur über diese gebieten kannst? Es kostet ja nureinen Willen, so erträgst du dieß und alles willkührliche Ge-räusch um dich von der Magd an bis zu den Kanarienvögeln.Nun so wolle! Um dich zu zwingen und zu zeigen, so sag'es der Magd. Denn so bist du bisher ein bloßer Anti-Wutzgewesen. Es ist freilich gar zu elend, daß irgend ein Mensch,der über Menschen und Begebenheiten herrschen will, so wieüber großes Unglück, das nur mit der Sammlung und Erhö-hung aller Kräfte zu überwältigen ist, nicdcrliegcn will vorZwergen des Zufalls, die er jede Minute ertreten kann. Worü-ber ist nun hauptsächlich zu herrschen? Ncbcr das Auge? —Nicht der Mühe wcrth. Ucber das Ohr? — Zuerst wegenDauer im Schreiben. Ucber Gefühl der Kälte,. Wärme? —So leicht zu mildern durch Wind und Holz. Ucber Körper-leiden? — Die Terzien thun cs; und dann mehre sie kein zu-fälliger Außcnzwcck, der sich verschieben ließe. — Mißhellig-kciten zwischen Meinungen! — Wo hörte dich auf! — DieNciseunbcc>ue»>lichkeitcn sind überall die leichtesten, weil sichalles stets ändert, wenigstens vier Sachen: Wolken, Wirths-häuser, Wege, Gegenden; und weit mehr noch. Und flüchtigeAendcrnngcn sind so leicht zu ertragen, zumal da eben soflüchtige Ergötzungen dazwischen treten und anslöschcn.
Auf der Reise gilt's am meisten, daß nach jeder verdrieß-lichen Stunde, die nur abzuwarten ist, gewiß eine noch mehrerfreuliche kommt. Die Freude kommt noch gewisser ungcrnfenwieder, als der Verdruß gerufen.
Jede Entbehrung, z. B. des schönen Wetters, vermehrtIran Kaul'S ausgew. Werke. XVI. 18