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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Mittelpunkt zulausen durch Weib, Kinder, Magd, Freunde,Menschen aller Art und durch den eignen Körper, durch Hundund Vogel; und dann sei so toll dir cinzubilden durch Hoff-nung, daß keiner dieser viernndscchzig Winde dir etwas Widri-ges zublasen oder etwas Gutes wcgblascn werde. Gut,wenn du dann dicß keineswegs vermagst, sondern vielmehr auflauter kleine Staubwolken des Tags dich gefaßt machen mußt:so kehre eben diese Bemerkungen wieder gegen deinen Unmnthund erwarte also aus der großen Zahl der Windecken wiedersolche, die dir zur Freude zuwchcn und aus so viel Ecken et-was Angenehmes zutragcn. Dann hast du das Menschenlebenund du erträgst cs lustiger.

Die böse Laune oder Verstimmung hat eine gefährlicheUnähnlichkeit mit eigentlichen Willcnssiinden; denn diese wer-den gewöhnlich mit Gcgenkampf begangen und nachher in ih-rer unsittlichen Gestalt beschaut und bereut; aber die böseLaune und Verstimmung stellt sich, wenn sie vorübcrgegangen,in keiner bestimmten, also wenig unsittlichen Gestalt mehr dar;man glaubt kaum gefehlt oder geirrt zu haben, wo es dieAndern als Versündigung an sich spüren.

In der Klage der Menschen über die Welt liegt etwas,-als sei Gott nicht göttlich genug, als gab' cs noch einen Ue-ber-Gott, einen Gottes-Gott.

Anstatt aber dir einen heitern Tag zu trüben durch Unzu-friedenheit, mach' ihn vielmehr noch heitrer durch Genügsamkeit.

Bei kurzen Morgenplagcn (wie Pflasterauflegen) denkedaran, daß ja das Morgenankleiden noch öfter vorkommt.

Grade wenn du freudigste Stimmung hast, mußt du amleichtesten ein Bißchen bösen Zusatz vertragen und nicht allesvollkommen verlangen.