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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Lage in einer Art von Aisance nnd häuslichen Bequemlich-keit leben kannst durch dein Geld.

Warum nicht wagen, da du doch mit allem Wagen keinenso gar gefährlichen Fchlschlag erfahren konntest!

Du verachtest oder entbehrst leicht eine Sache, die einenThaler kostet, so verachte auch den Thaler.

Geld verschwenden ist doch an den Scinigcn am bestenangebracht. Und dann, was ist besser für Kinder: etwa mehrnachgelassener Reichthnm oder eine ewige Vatcrsrcndc, die ih-nen das Leben erleichtert und am Ende durch größer» Büchcr-reichthnm doch entschädigt.

Damit du Gcldausgabcn nicht schonest: frage dich, bistdu denn glücklicher, wenn du zweitausend Gulden mehr hast,statt eines, sobald du nur überhaupt gegen Zukunft Schirmhast? Darum ist das Leben in Ausgaben mehr grandios znnehmen, wie C. thut.

Nach dem 59. Jahre sterben heißt doch blos fünf oderzehn schlechtere Jahre verlieren, als man gehabt und von de-nen man im Nachdenken und Schreiben darüber schon wiederein Stück verloren. Man glaubt immer in der Zukunft einschöneres Stück Leben durch Sterben zu verlieren, als manvorher schon durch Ableben verloren. Man verwechselt die An-sicht des betrauerten Sterbens immer mit der Ansicht des eig-nen. Kurz, es ist die Zeit gleichgültig, ausgenommen wasAusführung betrifft, die aber Gott anheimznstcllcn.

Um sich zn verjüngen, braucht man sich blos da mandie Wahl hat die gute Seite anszumalcn. Denn Alterbesteht in nichts als im Vorkehren der verrosteten Seite.

Denke dir für einen Tag nur die zwciunddreißig oderviernndsechzig Kompaßwinde oder Radien, welche gegen den