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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Meide Ucbcrmaß im Trinken. Reden ist Trinken, aberTrinken nicht Reden. Man must blos so viele geistige Getränkenehmen, als eben für die Gesundheit und Gewohnheit gehören,aber nicht darüber hinaus etwa so viel, als man zu geistigerAnstrengung nöthig hätte. Dicß hieße ohne Gewinn reizen.

Abendspaziergänge suche, zumal im Herbst, ohne Arbeitzwcck.

Zu allen Gefühlen nehme der Mann ein Bißchen Verstanddazu; auch zu den besten, und ohnehin zu den zornigen.

Ein Mensch soll seine Zufriedenheit nicht erkaufen durchdie Unzufriedenheit von drei Menschen.

Es ist nothwcndig, eben soviel daraus zu sinnen, AndernFreude zu geben nicht blos zuzulasscn als sich selbst.

2. Kap. Vom Verhalten gegen Andere.

Es ist ein großer Unterschied 1. den Menschen brauchen,2. gebrauchen, 3. genießen, 4. lieben und 5. achten.

Auch nur Einen Menschen recht zu lieben welcher Ge-nuß und Ersatz!

Kein Mensch werde blos aus deinem Verhältnis zu ihmoder seinem zu dir betrachtet, sondern aus seinem zu sich undder Zukunst und Welt.

Meine Verhältnisse fühle ich, aber nicht die fremden, nachdenen der Andere handelt; also setze dich zu allererst in diese,als die unbekannten; deine dir bekannten handeln schonohne deinen Willen mit.

Thue gegen Andere nichts aus Furcht, sondern aus Liebe;und fehlt diese, so schone lieber nicht.

Wozu Trotz oder Aergerniß, da es ja zehn andere Artengibt, eine Sache zu erreichen. Und was wär' es denn, wenncs gar nicht ginge?