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sagen, sogar jeden Spaß über den Vater zu ihm selber.Seine Strafen gegen uns Mädchen waren mehr passiv alsaktiv; sie bestanden in Verweigern oder in einem Strafwort;unser Bruder aber, der ans Knabenscham sein Herz nicht mitde» Händen bedeckte, sondern mit den Fäusten, und mit diesenoft uns, wurde zuweilen geschlagen. Der Vater sagte dann:„Max, heute Nachmittag um Drei kommst du zu mir, da kriegstdu deine Prügel." Er kam pünktlich und litt sie ohne einenLaut.
Unser Hauptfest war Weihnachten, in das der Vaterfrüher noch den Heiligenschein des bcschecrendcn Christkind-chcns warf. Schon vierzehn Tage vorher ließ er einzelneLichter daraus über die Bretter gehen. Waren wir den Tagüber recht gut gewesen und er kam Abends aus der Harmonie,so brachte er oft einige Stücke Marzipan mit und sagte uns:„Heut, Ihr Kinder, ging ich in den Garten (— die Harmo-nie hat einen —) hinaus, und wie ich da den Himmel an-sehc, kommt eine rosenrothe Wolke gezogen und da sitzt dasChristkindchen daraus und sagt mir, weil Ihr heut so gut ge-wesen seid, wolle es Euch auch was schicken." Oder er riefauf einmal mitten im Erzählen, wo wir aus seinem Kanapeehockten in der finstern Stube: „Habt Ihr nichts gehört?"Nein, sagten wir. „Ich aber, das Christkindchen war's;"und da langte er zum Fenster hinaus und ein wenig Marzi-pan herein. In der Weihnachtwoche ging er selber aus denMarkt und kaufte ein. Wenn wir ihn nun zurückkommcn sa-hen und der Mantel mehr als ihn umschloß, was sich durchdie Höcker und Ecken, in die seine Paar Falten ausgespanntwaren, verrietst, und wir die Treppe hinunter dem Vaterentgegen rannten und uns an ihn anhängen wollten, so ries