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Bei der Art der Zeitcintheilung und Zeitbcnutzung, wiesie Jean Paul sich zum Gesetz gemacht, lag das Bedürfnißnach geselligem Umgang ihm ziemlich fern. Dennoch hatte ihmKoburg zu wenig gewährt. In Baireuth hatte er außer denbeiden seinem Herzen angehörigen Freunden Otto und Ema-nucl noch einen Kreis auserlesener, in Wissenschaft, Staats-kunst und allgemeiner Bildung hervorragender Männer, wieden Arzt Lang ermann, den nachmaligen Staatskanzlcr v.Hardenberg, Minister v. Schnckmann, den Präsidentenv. Völderndors, die literarisch thätigen Regiernngsräthev. Dobeneck, Krause, den Naturforscher vr. Seebecku. A., mit denen ein vielfach anregender Verkehr gepflogenwurde.
Baireuth und das Voigtland gehörten damals zu Preußen.Ein Besuch des Königs und der Königin in Alexanderbad,im Junius 1805, und eine Einladung Hardenbergs brachteJean Paul wieder einmal in seine Geburtstadt Wunsiedl undgab ihm die Veranlassung zu einem musikalischen Festspiel, dasLen königlichen Gästen in den Felsenschluchten der Luchsburgaufgesührt wurde. Es war ein „Wechselgesang derOreaden und Najaden," der sich in der Herbstbluminezweitem Theil abgedrnckt findet.
Was nun Jean Pauls schriftstellerische Thätigkeit in die-ser Zeit überhaupt betrifft, so ist bereits gesagt worden, daßer nach Beendigung der Vorschule der Aesthetik (16.Juli 1804) die Levana geschrieben (vom Juli 1805 — Oct.1806). Die Flegeljahre, deren vierten Band er vom 15.Aug. 1804 bis 30. Mai 1805 umgcarbeitet, ließ er unvollen-det, vornehmlich weil die Zeitereignisse eine für die Aufnahmeeines so harmlosen Lebensbildes nothwendige Stimmung nicht