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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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ich habe mir Sie so vorgestcllt, wie einen Kometen, lauterLicht, und man weiß nicht, wo er hcrgckommen ist und wo erbleibt. Und ein anderesmal, als er seinen Geburtstag hierfeierte, da Hab' ich gedacht: Rollwenzcln, du mußt dem HerrnLcgationsrath doch auch einmal etwas machen. Da Hab' ichauf ein großes schönes Blatt Papier schreiben lassen: An die-sem Tage sähe Er das Licht und Er ward Licht. Wie er sichnun zu Tische setzte, da lagen unter seinem Teller viele Ge-dichte und Glückwünsche, gedruckte und geschriebene. Und erfing an zu blättern, und wie er meine Schrift in die Händebekam, da lachte sein ganzes Gesicht vor Freude, und er gabmir die Hand und sagte:Das ist von meiner guten Roll-wcnzcln." Gott Hab' ihn selig! Er war's hier schon. EineBlume konnte ihn selig machen über und über, oder ein Vö-gelchen, und immer wenn er kam, standen Blumen auf seinemTische und alle Tage steckt' ich ihm einen Strauß ins Knopf-loch. Es ist nun wohl ein Jahr, da blieb er weg und kamnicht wieder. Ich besucht' ihn drinnen in der Stadt, noch«in paar Wochen vor seinem Tode; da mußt' ich mich ansBett zu ihm setzen, und er srug mich, wie cs mir ginge.Schlecht, Herr Legationsrath, antwortete ich, bis Sic mich.wieder beehren. Aber ich Mußt' cs wohl, daß er nicht wiederkommen würde, und als ich erfuhr, daß seine Kanarienvögelgestorben wären, da dacht' ich: Er wird bald nachsterbcn. SeinPudel überlebt' ihn auch nicht lange, ich Hab' ihn neulich gc-schu, das Thier ist nicht mehr zu kennen.

Gott, nun hast du ihn bei Dir! Aber ein Begräbniß hatcr bekommen, wie ein Markgraf, mit Fackeln und Wagen, und«in Zug von Menschen hinterdrein, man kann's nicht erzählen.Ich war vorangcgangcn auf den Gottesacker hinaus, und wie