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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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wie liebe Bekannte grüßt nnd zn sich herein ladet. Gute Alte,woran hast dn uns Fremdlingen cs abgesehen, daß wir nichtnach Bier und Wein in deine Schenke treten? du fragst nicht,was wir essen wollen, oder wonach wir dürsten, du führst unsgehciinnißvoll die Treppe hinauf, öffnest eine kleine Thür nndsprichst zu uns mit Thräneu in den Augen und stolzer Freudeauf den Lippen: das ist die Stube! hier hat Jean Paul seit20 Jahren fast tagtäglich gesessen und geschrieben; hier andiesem Tische hat er gearbeitet, viel gearbeitet, ach Gott, erhat sich zn Tode gearbeitet. Ich Hab' cs ihm oft gesagt: HerrLcgatiousrath, Sic arbeiten sich zu Tode! Schonen Sie sich!Sic halten cS nicht lauge so aus! Wenn ich manchmal umzwei Nhr mit dem Essen fertig war und anklopftc und frug:Herr Lcgatiousrath, befehlen Sie zn speisen? daun saß er da,die Augen roth und groß aus dem Kopfe hcrausstehend, undsah mich lange an, eh' er sich besinnen konnte. Gute Roll-wenzcln, sprach er daun, noch ein Stündchen. Und nach ei-nem Stündchen kam ich wieder, aber der Geist ließ ihn nochnicht zu sich kommen, und wenn er endlich aufstand und dieTreppe herunter kam, da schwankte er hin und her, nnd ichging, ohne daß er es merkte, vor ihm her, damit er keinenSchaden nähme. Ach Gott, da dachten die bösen Menschen,die ihn nicht kannten, er hätte zu viel getrunken. Aber, sowahr mich Gott seclig mache, das war es nicht. Ein Fläsch-chen Nousillon des Tags über, Abends manchmal ein KrugBier, mehr hat er bei der Nollwcuzcln nicht zu sich genom-men, einen Ehrentag etwa ausgenommen, wenn er mit einemPaar guten Freunden hier war. Ja, denn cs konnte es ihmKeiner so recht machen, wie die alte Rollwcnzcln, und er hatviel, sehr viel aus mich gehalten. Aber ich habe ihn auch ge-